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Der im Zentrum von Moskau liegende Kreml wurde vor mehr als 800 Jahren von dem Fürsten Juri Dolgoruki erbaut und hat sich im Verlauf der Zeit zum bedeutendsten Machtzentrum Russlands entwickelt. Heute zählt die Holzfestung weltweit zu den größten Museen. Im Jahr 1990 ernannte die UNESCO den Kreml und den davor befindlichen Roten Platz zum Weltkulturerbe.

Kreml in Moskau ©Flickr/Mispahn

Die Geschichte des Bauwerks reicht weit in das 12. Jahrhundert zurück, als Ivan I. auf dem Hügel über der Moskwa den Bau einer Befestigungsanlage in Auftrag gab. Seitdem ist die Anlage Sitz der russischen Herrscher sowie der russisch orthodoxen Kirche. Zar Peter I. verlegte im 18. Jahrhundert die Hauptstadt nach Sankt Petersburg, allerdings wurde Moskau nach Beendigung der Oktoberrevolution 1918 abermals Regierungssitz, und ist es bis heute noch.    [...mehr]


Im Norden Russlands liegt das Solowezki-Kloster, ein Bauwerk, das auf eine lange und bewegte Vergangenheit zurückblicken kann. Hier befindet sich eines der wichtigsten Zentren des russisch-orthodoxen Glaubens, und auch heute noch bewohnen Mönche die geschichtsträchtigen Hallen.

Das Solowezki-Kloster befindet sich in der Onegabucht im Weissen Meer. Hier liegen die sechs Eilande des Solowezki-Archipels, und in ihrem Zentrum erhebt sich das von den beiden Asketen German und Sawwati gegründete Solowezki-Kloster. Als eine der ersten Stätten in Russland wurde das Heiligtum in die Liste des Unesco-Welkulturerbes aufgenommen. Doch nicht immer herrschte Frieden auf den Inseln, denn die Anlage diente unter anderem als Festung im Mittelalter.

Das Solowezki-Kloster - Die düstere Vergangenheit der heiligen Mauern

Das Land wirkt kalt und unwirklich, und doch waren die mit Wäldern und Mooren bewachsenen Inseln schon im 5. Jahrhundert vor Christus besiedelt. Das Solowezki-Kloster wurde offiziell 1429  gegründet, und etwas mehr als Hundert Jahre später zu einer Garnison umfunktioniert. Hier wurden    [...mehr]


Das Lenin-Mausoleum in Moskau gilt als eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Russlands. Fraglich ist jedoch, ob der Kult um seine Person dem kommunistischen Politiker und Revolutionsführer recht gewesen wäre.

Das heutige Lenin-Mausoleum in Moskau befindet sich auf der Westseite des Roten Platzes an der Kremlmauer in der Höhe des Senatsturms. In einem beleuchteten Panzerglas-Sarg kann man dort die sterblichen, gut balsamierten Überreste Lenins bewundern. Das Mausoleum ist eine berühmte und beliebte Sehenswürdigkeit in Moskau und gilt als historisches Bauwerk der ehemaligen Sowjetunion, der Totenkult um den Leichnam Lenins lehnen jedoch viele Moskauer ab.

Lenin-Mausoleum am roten Platz, Moskau ©flickr.com/Punxutawneyphil

Das Lenin-Mausoleum am Roten Platz

Das 1930 erbaute Mausoleum aus Labradorstein und leuchtend rotem Granit ist bereits die dritte Grabstätte Lenins. Bereits 1924 wurde an der Stelle ein erstes Mausoleum aus Holz errichtet, ca. ein halbes Jahr später ein größeres eben dort, ebenfalls aus Eichenholz. Als das Material jedoch zu verrotten begann, entschloss man sich zu dem Bau eines steinernen Mausoleums. Nach den Entwürfen des Architekten Alexei Schtschussew entstand so die nach Vorbild einer antiken Pyramide gebaute uns heute als Lenin-Mausoleum bekannte letzte Ruhestätte, deren Dach viele Jahre Politikern als Rednertribüne diente.    [...mehr]


Nicht grundlos wird Moskau, die Hauptstadt der Russischen Föderation, immer öfter zum Zielort zahlreicher Städtereisen erklärt. Moskau zählt zu den größten Städten Europas und ist Standort zahlreicher Sehenswürdigkeiten. So ist der Fernsehturm Ostankino beispielsweise unbedingt einen Besuch wert. Dieser gilt derzeit als zweitgrößter Fernsehturm der Welt und wird lediglich vom CN Tower in Toronto an Höhe übertroffen.

Der Bau des beeindruckend hohen Funk- und Fernsehturms in Moskau dauerte nur vier Jahre. Er begann Anno 1963 und konnte 1967 erfolgreich abgeschlossen werden. In dieser kurzen Zeit hatten die Bauarbeiter nach den Entwürfen des russischen Bauingenieur und Architekten Nikolai Wassiljewitsch Nikitin (s. hier) einen 540 Meter hohen und 55.000 Tonnen schweren Koloss geschaffen. Dieser machte Moskau acht Jahre lang zum Standort der höchsten freistehenden Konstruktion der Welt, bis im Jahre 1976 der CN Tower errichtet wurde, welcher den Ostankino Fernsehturm um 13 Meter überragt. Noch heute ist der Turm in der Innenstadt Torontos der höchste Fernsehturm der Welt.

Zeitweilig wurde diskutiert, dem CN Tower durch die Montage einer neuen, längeren Antenne den Titel abspenstig zu machen. Es war vorgesehen, die Höhe des Otankino Towers um ganze 40 Meter zu erweitern. Die Finanzierung allerdings gestaltete sich als schwierig, sodass derzeit nicht davon ausgegangen wird, dass es in nicht allzu ferner Zukunft zu einer derartigen Vergrößerung kommen wird.

Obwohl er den Titel abtreten musste, ist der Ostankino-Turm bei Touristen sehr beliebt. Das Bauwerk aus Stahl und Beton beherbergt ein Restaurant und gewährt durch eine Aussichtsplattform in 337 Metern Höhe, einen fantastischen Blick über Moskau und Umgebung. Beides konnte erst dieses Jahr neu eröffnen, da im Inneren des Turmes, im Abstand von sieben Jahren, zwei Brände ausgebrochen waren, welche Renovierungen nach sich zogen.



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Die Basilius Kathedrale in Moskau ist ein imposantes Meisterwerk der russischen Baukunst aus dem 16. Jahrhundert. Sie thront erhaben am südlichen Ende des Roten Platzes und gilt als das Wahrzeichen der Hauptstadt Russlands.

Basilius Kathedrale © wikipediaZur Feier der Eroberung der Tatar-Mongolischen Hauptstadt Kasan ließ im Jahre 1552 Zar Iwan IV, der Schreckliche sieben Holzkirchen auf dem Roten Platz in Moskau erreichten. Schon ein paar Jahre später wurden diese durch die Mariä-Schutz-Kathedrale ersetzt, die heute unter dem Namen Basilius Kathedrale bekannt ist.

Die Basilius Kathedrale thront über dem Roten Platz

Basilius der Selige ist ein in Russland sehr verehrter Heiliger, der um das Jahr der Errichtung der Kirche verstarb. Ihm werden viele Denkmäler gewidmet, doch die Basilius Kathedrale in Moskau ist sicherlich das eindrucksvollste. Sie beherbergt zudem das Grab des Seligen.

Dabei besticht insbesondere die Architektur der Kirche. Neun große Hauptkuppeln, die sich jeweils in Form und Farbe unterscheiden, zieren ihr Dach. Ihre Farbgebung steht im Kontrast des sonst in schlichten Backsteinen gehalten Mauern der Basilius Kathedrale.

Einst erstrahlte das gesamte Gotteshaus weiß verputzt und mit vergoldeten Kuppeln gekrönt auf dem Roten Platz in Russlands Hauptstadt. Doch im Zuge von Restaurationen wurde die Basilius Kathedrale neu gestaltet und stetig mit neuen Gebäuden erweitert.    [...mehr]


Autor: Thomas

Kaufhaus Gum wikipedia©Bart Slingerland

Der Rote Platz gilt heute als das touristische Ziel in der russischen Hauptstadt Moskau. Der Leninmausoleum, der Kreml, die Basilius-Kathedrale, das Historische Museum und das Auferstehungstor machen den Roten Platz zu einer Kaufhaus Gum wikipedia©NinaAnsammlung von sehenswerten Bauwerken. Versetzt man sich jedoch in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts, gab es hier nur die Basilius-Kathedrale von Ivan dem Schrecklichen und das alte Moskauer Rathaus.

Inmitten dieser Tristesse errichtete man im Zuge der Umstrukturierung des Platzes die Neuen Handelsreihen, die nach der politischen Revolution in Kaufhaus Gum umbenannt wurden. Den Wettbewerb, den man für das Gebäude ausgerufen hatte, gewann AlexanderKaufhaus Gum wikipedia©panina anna Pomeranzew, ein Lehrer der Petersburger Kunstakademie.

Die imposante Fassade, die ihr Gesicht in Richtung des Roten Platzes wendet, verbirgt etwas die verblüffende Konstruktion zur absoluten Rationalität in der Grundrissbildung und Erschließung. Drei parallel zur Schauseite verlaufende Passagen bilden die Hauptgänge zu den Ladenpassagen, wobei diese Passagen mit einer gewölbten Dachkonstruktion versehen wurden. Der Eindruck von einer Stadt in einer Stadt lässt sich nicht von der Hand weisen, erst recht nicht, wenn man das Innere das Kaufhauses betreten hat. Die oberen Geschosse werden durch elegant geschwungene Brücken verbunden und ermöglich somit sowohl eine senkrecht als auch waagerecht Laufbewegung der Besucher. Die dadurch entstehenden Blöcke werden von Stützen getragen, die je nach Größe des Geschäftes in ihrer Anzahl variieren.

Das Kaufhaus Gum erregte weltweites Aufsehen und sorgte auch in Paris, der architektonischen Vorreiterstadt, für Aufregung.    [...mehr]