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Der Großmeisterpalast in Valletta auf dem Inselstaat Malta ist die wohl meistbesuchte Sehenswürdigkeit auf der ganze Insel und das zurecht. Zwei Innenhöfe und wunderschön gestaltete Terrassen bilden einen starken Kontrast zu den beeindruckenden Festsälen und der Waffensammlung des Johanniter Ordens.
Der Großmeisterpalast wird von den Maltesern ganz schlicht il-Palazz, zu deutsch ‘der Palast’, genannt, und ist mit seinem rechteckigen Grundriss und einer Größe von 97 x 83 Metern tatsächlich das flächenmäßig größte Gebäude Vallettas.
Im Jahr 1571 wurde damit begonnen inmitten der damals festungsartigen Hauptstadt Maltas ein neues prunkvolles Haupthaus für die Großmeister des Johanniterordens zu bauen. Das Gebäude wurde alsbald zum größten Profanbau der ganzen Stadt.
Der Großmeisterpalast in Valletta auf Malta
Im Laufe der Jahrhunderte diente der Großmeisterpalast unterschiedlichsten Machthabern des Inselarchipels als Amtssitz. Heute ist der Großmeisterpalast Sitz des Parlaments und nur teilweise für die Öffentlichkeit zugänglich. Die beeindruckende Waffensammlung der Johanniter, welche sich seit 1604 im Palast befindet, ist in einem Ausstellungsraum zu bewundern. Da sich unter dem Orden Ritter verschiedenster Nationen zusammen fügten, kommen auch ihre Waffen aus verschiedenen Ländern. Ebenfalls zu sehen sind Waffen, die die Johanniter ihren besiegten Feinden abnehmen konnte, diese stammen vor allem aus dem Osmanischen Reich. Wenn im Palast jedoch offizielle Staatsempfänge stattfinden, wird das Gebäude für Besucher gesperrt. [...mehr]
Malta wird heutzutage eher als wunderschöne Mittelmeerinsel auf Urlaubsreisen und Kreuzfahrten wahrgenommen, denn als Festungsort. Aber genau als dieser fungierte das Eiland insbesondere im Mittelalter, wo zunächst die Kreuzfahrer von hier aus agierten und in den Nahen Osten übersetzten, später als Heimatort der Johanniter.
Besonders verdeutlichen lässt sich dieser Aspekt in der Hauptstadt Valletta, die einst mit riesigen Festungsanlagen umgeben wurde, um sie beispielsweise bei der „Großen Belagerung“ (1565) vor den Angriffen der Osmanen zu schützen. Prinzipiell lässt sich sogar sagen, dass Valletta erst aufgrund der massiven Mauern zu jener Stadt geworden ist, wie man sie heute sehen kann.
St. Elmo, an der Spitze der Sciberras-Halbinsel gelegen, ist ein wichtiger Bestandteil der Schutzeinrichtungen Vallettas. Weit ins Meer hinaus ragend schützte das Fort den Großen Hafen Maltas, schon lange vor der Errichtung der Stadt. Betrachtet man St. Elmo aus der Luft, fühlt man sich an einen gequetschten vierzackigen Stern erinnert, was aber vermutlich nur an der Wahrnehmung liegt. [...mehr]




