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Rom, heute die Hauptstadt Italiens, war bereits in der Antike als Hauptstadt des römischen Reichs eine Stadt mit großer Bedeutung. Wen wundert es da, dass die so genannte „ewige Stadt“ ein sehr pompöses Rathaus besitzt? Das Gebäude, welches vor allem als „Senatorenpalast“, bzw. “Palazzo Senatorio” bekannt ist, steht auf dem Kapitolsplatz, welcher ohne Frage einen der bekanntesten Plätze Roms darstellt.
Bereits in der Antike beginnt die bewegte Geschichte des heutigen Rathauses, welches derzeit gleichzeitig als Herberge des Bürgermeisters fungiert. Denn in dieser Zeit wurde der Architekt Lucius Cornelius mit dem Bau eines so genannten Tabulariums beauftragt, einem Gebäude, welches für die Aufbewahrung bedeutender Urkunden ausgelegt sein sollte. Das Aussehen des Bauwerks hat sich jedoch seitdem sehr drastisch verändert. Lediglich der Unterbau des Tabulariums ist heute noch immer erhalten. Der Stil des Bauwerks geht wohl teilweise auch auf eine adlige Familie namens Corsi zurück, welche das Gebäude neu aufbaute und veränderte, nachdem es sich im Mittelalter in einem sehr schlechten Zustand befand. So existieren noch heute die von besagter Familie geschaffenen Ecktürme. Es war allerdings vor allem der berühmte italienische Künstler Michelangelo, welcher zu Zeiten der Hochrenaissance für das noch heute existierende Erscheinungsbild des Hauses sorgte.
Die imposante, mit Löwen-Statuen verzierte Treppe, die so genannte Cordonata (s. hier), welche noch heute auf den Kapitolsplatz und somit zum Rathaus führt, ist beispielsweise eine aus dem 16. Jahrhundert stammende Schöpfung Michelangelos. Auch geht der Brunnen in der Nähe des Gebäudes auf den bekannten Künstler zurück. Die Fassade des Senetorenpalasts, welche im Stile des Barock gefertigt wurde, wurde von Michelangelo in Auftrag gegeben. Die Baumeister Giacomo della Porta und Girolamo Rainaldi allerdings ließen auch eigene Ideen in die Realisierung einfließen. Der Glockenturm wiederum stammt von Martino Longhi dem Älteren, einem päpstlichen Baumeister. [...mehr]
Die Kirche Santa Croce in Florenz: Reich an Kunstwerken und Grabmäler der berühmtesten Italienern prunkt die gotische Basilika mächtig und beeindruckend am Ufer des Flusses Arno.
Der Legende nach soll der Grundstein der Franziskanerkirche Santa Corce in Florenz vom heiligen Franz von Assisi gelegt worden sein, doch dafür fehlen freilich die Belege. Obwohl die Bauarbeiten bereits 1294 begannen und 100 Jahre später die Kirche bis auf die Fassaden errichtet war, sollte es bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts dauern, bis die Anlage und ihre neugotische Fassade fertiggestellt wurde.
Einzigartige Kunst in der Kirche Santa Croce Florenz
Zahlreiche Kapellen erweitern die Kirche und ihre wertvolle Ausstattung ist einzigartig in Italien und Europa. Im Mittelalter galt die Basilika Santa Croce (Heiligkreuz-Kirche) neben der Kirche Santa Maria Novella als das Zentrum für Kunst und Kultur von Florenz. So finden sich in ihren Mauern Kunstwerke der berühmtesten Maler: Giottos Wandmalereien über das Leben des Heiligen Franziskus, Malereien von Peruzzi über das Leben Johannes des Täufers oder der vergoldete Sandsteintabernakel von Donatello sind nur einige Höhepunkte der kunstvollen Ausstattung. [...mehr]
Auf einem kleinen Hügel thront das Castel del Monte über der kargen Landschaft Süditaliens. Acht Ecken, acht Türme, ein achteckiger Innenhof – der wohl geheimnisvollste Bau des Mittelalter vereint die Mystik der Zahl acht und gibt seinen Betrachtern Rätsel auf.
Kein Festungsgraben, keine Zugbrücke, keine Gesindekammern oder Ställe: Der Nutzen der imposanten Anlage und die Gründe ihrer Errichtung im Auftrag vom Hohenstaufer-Kaiser Friedrich II. bleiben im Verborgenen. Es ist darüber hinaus die Frage, ob der Kaiser das Castel je zu Gesicht bekam. Gebaut wurde es Mitte des 13. Jahrhunderts und genau dann, im Jahre 1250, starb der Staufer. [...mehr]
Strahlend weiß und bombastisch groß, so thront mitten in Rom auf der Piazza Venezia das Nationaldenkmal von Viktor Emanuele II, der 1861 bis 1875 König des neu ausgerufenen Nationalstaats Italien war. Schmuck oder Makel? Diese Frage bleibt in Italien umstritten.
Nach den Plänen von Giuseppe Sacconi wurde 1885 mit dem Bau des mächtigen Gebäudes begonnen, das erst 1927 fertiggestellt wurde. Allerdings verhinderte dies nicht die vorgezogene Einweihungsfeier 1911.
Das Nationaldenkmal für Viktor Emanuele II ist typischer Ausdruck der nationalistischen Stimmung, die zu dieser Zeit auch in Deutschland herrschte: Zwei wuchtige Mamortreppen führen zur Säulenhalle empor, zwei große bronzene Streitwagen, die von jeweils vier Pferden gezogen und von der Siegesgöttin gelenkt werden, thronen auf dem Dach. In der Mitte des Monuments steht das etwa 12 Meter Bildnis des reitendes Königs, das auf einem reich verzierten Sockel errichtet wurde. [...mehr]
Die Bauarbeiten des Petersdom (auch: Basilika St. Peter) in der italienischen Hauptstadt Rom begannen “erst” am 18. April 1506. Unterhalb des Komplexes sollte die wertvollsten Reliquie der Christenheit, das Schweißtuch der Veronika, in einem riesigen Tresor untergebracht werden.
Der atemberaubende, dafür jedoch auch kostenintensive Bau wurde größtenteils durch den sogenannten Peterspfennig finanziert. Jedoch hatten Roms Bürger zahlreiche Zweifel an der Architektur des Verantwortlichen Bramante zumal der Bau maßgeblich von den Geldern der römischen Einwohner finanziert wurde. In einer Schrift heißt es, Bramante hätte “ganz Rom zerstört, wenn man ihn gelassen hätte”. [...mehr]
Heute sind die Überreste des Kolosseum in Rom das Wahrzeichen der Stadt. Dieses beeindruckende Bauwerk der Antike zieht jedes Jahr Millionen von Besucher in den Bann, ungläubig, dass dieses Wunderwerk von Menschenhand errichtet wurde.
Schon immer waren die Arenen im Römischen Weltreich ein Instrument zur Demonstration der Macht. Zwar waren sie selbst weniger furchterregend, aber was sich innerhalb abspielte, entbehrt jeder Beschreibung. Nach dem verheerenden
Kolloseum © flickr.com / Ypsy.
Brand aus dem Jahr 64 n.Chr. dürstet es den Römern nach einer neuen Arena, die aber keine der üblichen Holzkonstruktionen sein sollte. So entschloss sich Kaiser Vespasian zum Bau des Kolosseum.
In knapp acht Jahren Bauzeit entstand eines der beeindruckendsten Bauwerke der Geschichte, das bis zum heutigen Tage kaum an Bedeutung verloren. Die Reisetipps für Rom führen das Kolosseum stets an erster Stelle und wen verwundert es da, dass die Scharen von Touristen täglich den Platz um die Arena bevölkern. Dank der Billigflieger und Last Minute Städtereisen hat der Strom an Touristen weiter jährlich zugenommen, nicht unbedingt eine positive Entwicklung für den Erhalt des Kolosseum. Die geführten Touren durch das Monument gegen die Todesstrafe, wie es seit 1999 von Menschenrechtlern genannt wird, setzen dem Bauwerk allmählich zu.
Abgesehen von dieser Problematik ist das Kolosseum vor allem aus der architektonischen Sichtweise interessant, weil es sich hier um eine durchdachte Meisterleistung handelt, was angesichts der nichtvorhanden Hilfsmittel in der damaligen Zeit noch beeindruckender erscheint. Die Ellipsenform und das Anordnen der Ränge in drei Etagen ermöglichte einem Großteil der Besucher eine optimale Sicht auf die Geschehnisse in der Arena. Hinzu kommen noch die Unterkellerung sowie die angewandte Bühnentechnik, die man für Überraschungseffekte und somit zur Unterhaltung der Zuschauer einsetzen konnte.
Führt man sich diese Meisterleistung einmal vor Augen, erkennt man die Faszination des Kolosseums in Rom.
Bilder © flickr.com /Ypsy
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Er gehört zu den berühmtesten Wahrzeichen von Venedig: Der Dogenpalast steht, was die berühmtesten Gebäude der Stadt angeht, an zweiter Stelle.
Hier logierten die Dogen, die Handelsherren Venedigs, in Privatgemächern. Gleichzeitig befanden sich hier die administrativen Räume von Verwaltungsorganen und Regierung und das Gefängnis von Venedig. In den Bleikammern, den Gefängniskammern im ersten Stock, hat Casanova eine Zeitlang eingesessen, bis er sich über die Dächer davonmachen konnte.
Das Gefängnis des Dogenpalastes war sowieso berüchtigter, als das die tatsächlichen Umstände gerechtfertigt hätten. Die Brücke, die Originalgebäude und Gefängnisanbau verbindet, wurde “Seufzerbrücke” genannt, angeblich sollen die Inhaftierten hier ihre letzten Seufzer für lange Zeit ausgestoßen haben, bevor sie weggesperrt wurden. In der Realität saßen hier aber nie mehr als 6 Gefangene ein, meistens Taschendiebe, die nicht wirklich lange im Loch verbracht haben können.
Trotzdem gibt es an der Seite des Palastes, die zum Markusplatz führt, inmitten der Säulengalerie zwei rote Säulen, zwischen denen die Todesurteile verkündet wurden.
Anders als der Louvre in Frankreich musste der Dogenpalast unter ungünstigen Bedingungen gebaut werden, weil Venedig auf Stelzen steht. Die Architektur des Palastes ist von der Gotik geprägt, die in Venedig jedoch andere Züge annimmt als im Rest Europas. Durch den unsicheren Baugrund der “sinkenden Stadt” bleibt der Dogenpalast relativ niedrig und hat nur ein Stockwerk.
Wer in Venedig ist - und man sollte sich beeilen, die Stadt versinkt immer mehr - der sollte eine Führung durch die Geheimgänge des Dogenpalastes machen. Da muss man aber vorher anrufen, die Führungen finden nur individuell statt. Ein Ticket für die Museen am Markusplatz gibts im Gesamtpaket, da sind dann neben dem Dogenpalast auch Bibliothek, Correr Museum und das Archäologische Museum mit drin. [...mehr]










