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Von internationalen Superlativen wie dem Taipei 101 zu regionaleren Sehenswürdigkeiten: Der Maintower befindet sich – wie soll es anders sein – in der Innenstadt Frankfurts am Main und belegt mit 200 Metern (mit Antenne sind es 240 Meter) den vierten Platz in der Rangliste der höchsten Gebäude Frankfurts.
Auf fünf Untergeschosse folgen 56 Obergeschosse, die unter anderem zwei für Besucher begehbare Aussichtsplattformen beherbergen. Diese beiden Aussichtsplattformen befinden sich in einer Höhe von 198 Metern und stellen die einzigen öffentlich zugänglichen in Frankfurt am Main dar. Hierfür wird jedoch eine Gebühr fällig. Darüber hinaus beinhaltet der Maintower in 187 Metern Höhe eine Bar beziehungsweise ein Restaurant mit Seltenheitswert - gestaltet von Bernd Mey - im 53. Stock. In solch einer Atmosphäre sollten Sie nur speisen wenn Sie absolut schwindelfrei sind ;-). [...mehr]
Berlin, Mitte des 19. Jahrhunderts. Die jüdische Gemeinde ist gerade dabei, sich zu emanzipieren. Seit der Menschenrechtserklärung 1789 in Paris und der bürgerlichen Gleichstellung der Juden in Preußen 1812, finden Juden auf der ganzen Welt zu neuem Selbstbewusstsein als mehr oder weniger anerkannte Glaubensgemeinschaft.
Dadurch, dass im 19. Jahrhundert viele Arbeiter nach Berlin strömten, vor allem aus östlichen Gebieten, wuchs die jüdische Gemeinde stark an. Hier konkurrierten jetzt zwei Flügel religöser Ausprägung. Die Reformer und die Traditionellen. Die alte Synagoge am Hackeschen Markt bot schon bald keinen Platz mehr für alle Mitglieder der Gemeinde, so dass über den Bau eines neuen Gotteshauses verhandelt wurde.
Erst 1857, zehn Jahre nachdem die jüdische Gemeinde begonnen hatte, über einen Bau nachzudenken, wurde die Konstruktion der Synagoge zum Wettbewerb für Architekten ausgeschrieben. Der Mann, der der Jury vorsaß, welche die eingesandten Entwürfe auswerten sollte, nahm gleichzeitig selbst am Wettbewerb teil: Eduard Knoblauch. Sein Entwurf holte sich den ersten Preis und wurde 1857 leicht abgeändert übernommen. Ein Schelm, wer da Böses denkt..
Naja, jedenfalls wurde die Synagoge durch den Einfluss der Reformer im maurischen Stil errichtet. Das bedeutet, dass die christlichen Architekten sich bei islamischen Gebäuden abgeschaut haben, wie sie eine jüdische Kapelle zu errichten hatten.
Die maurische Bauweise bedeutete für die jüdische Gemeinde eine massive Anpassung, deswegen blieb auch der konservativere Teil in der alten Synagoge. Von Seiten populistischer Kräfte wurde diese Bauweise aber genau andersherum verstanden: Die Juden würden sich durch “Fremdheit” abgrenzen, so der Tenor auf die Fertigstellung der im Spandauer Stadtbild auffälligen Synagoge. So war das Bauwerk ein offensiver Schritt der jüdischen Gemeinde in Richtung von mehr Akzeptanz und Repräsentation innerhalb Berlins.
Heutzutage steht nur noch der vordere Teil, der durch das Centrum Judaicum mit der Stiftung Neue Synagoge Berlin wieder hergerichtet wurde. Der Rest wurde durch Bombenangriffe im zweiten Weltkrieg zerstört.
Man kann sich dort durch die Synagoge führen lassen, außerdem finden in regelmäßigen Abständen Austellungen statt.
So ist neben dem imposanten Bauwerk auch ein Teil jüdischer Kultur zu bestaunen, ein Besuch lohnt sich!
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Die Kölner Altstadt besitzt ihren eigenen Reiz. Nun werden sicherlich viele zuerst an die ausgelassene Feierstimmung in den Cafés, Bars, Restaurants und Kneipen während des Kölner Karnevals denken, aber auch aus rein architektonischer Sicht gibt es zahlreiche interessante Aspekte. Einer dieser architektonischen Aspekte in der Groß St. Martin als Kölner Fischmarkt, der die Altstadt mit seinem Vierungsturm überragt.
Die romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert ist ein wunderbares Zeugnis der mittelalterlichen Architektur in Köln, das
zu dieser Zeit ein wichtiges Handelszentrum am Rhein gewesen war und bereits damals zu den größten Städten im Deutschen Reich gehörte. Aufgrund der großen Bevölkerung benötigten die Menschen auch enormen kirchlichen Beistand, weshalb gerade zu jener Zeit unzählige Sakralbauten in und um die Stadt entstanden sind.
Als der Vorgängerbau des Groß St. Martin aufgrund eines Brandes vollkommen abgerissen wurde, entschloss man sich zu einem kompletten Neubau im romanischen Stil. Entstanden ist letztendlich eine dreischiffige Pfeilerbasilika mit einem quadratischen Chorraum. Wichtigstes Stilelement ist der 75 Meter hohe Turm, der sich mitten aus der Kirche erhebt. Bei der Außengestaltung sind staufische Stilelemente vorherrschend, die besonders am Vierungsturm ausgeprägt sind.
Wie fast alle Gebäude wurde auch der Groß St. Martin während der Bombardierung im 2. Weltkrieg extrem in Mitleidenschaft gezogen, so dass nach dem Ende des Krieges eine aufwendige Sanierung vorgenommen wurde, die fast 40 Jahre in Anspruch annahm. Dafür ist es aber gelungen ein Bauwerk in der Rheinmetropole zu erhalten, das heute nicht nur für Gläubige aller Nationen offen steht. Da zudem noch Überreste aus der römischen Zeit Kölns ausgestellt werden, kann eine Besichtigung Kirche wunderbar mit einem Aufenthalt in den umliegenden Restaurants in Köln kombiniert werden.
Da wird ein Besuch der Kölner Altstadt zum kulturellen und kulinarischen Erlebnis. [...mehr]
Ein imposantes Bauwerk in Aachen – einige werden jetzt verwundert die Stirn runzeln, aber die Pfalzkapelle von Aachen ist eines der beeindruckendsten Sakralbauten dieser Erde. Man muss sich eigentlich nur der Tatsache bewusst sein, dass die Erbauung des Gotteshauses bereits im 8. Jahrhundert erfolgte.
Die Bedeutung Aachens beruht vor allem auf der Zeit des Mittelalters. Das erneuerte Römische Reich unter Führung Karl des Großen sollte in Aachen seinen Mittelpunkt besitzen. Das neue Rom oder Konstantinopel, wie es einst der Regent auf
die Agenda rief, sollte hier entstehen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, musste auch das Gotteshaus der Kaiserpfalz ein imposantes Gebäude werden. Was allerdings Karl dazu bewog, gerade in Aachen ein neues weltliches Zentrum zu errichten, wird wahrscheinlich immer sein Geheimnis sein, denn während des frühen Mittelalters war das Reisekönigtum noch stark ausgeprägt.
Um die Kapelle in ihrer ursprünglichen Form aus dem heutigen Dom herauszufiltern, braucht man jede Menge Fantasie, denn die Kapelle ist heute nur noch ein kleiner Bestandteil des Gotteshauses. Eine genaue Aufzeichnung zu Beginn des Baus gibt es leider nicht, allerdings müssen die Arbeiten in der Mitte der 80er des 8. Jahrhunderts in Angriff genommen worden sein, denn sein Rohbau war bereits 798 beendet und 805 wurde sie dann vom Papst geweiht. Den Mittelpunkt der Kirche bildet das karolingische Oktagon. Dieser, fast 32 Meter hohe schachtartiger Raum, findet seine Vorbilder in der italienischen Architektur, wie sie Karl der Große beispielsweise in Ravenna
kennen gelernt hat. Hinter den Rundbögen schlossen sich Räume an, die sich an der Lage des Oktagons ausrichteten. Der Thron des Regenten befand sich im Emporengeschoss über dem Eingang.
Wesentlich imposanter ist die Mischung der am Bau beteiligten Personen. Neben Karl dem Großen planten sein Biograph Einhard, der Angelsachse Alkuin und der Architekt Odo von Metz das sakrale Gebäude. Da vom Architekten außer dem Namen kaum etwas bekannt ist, lässt sich nur spekulieren, auf wen die Leistung wirklich zurückzuführen ist.
In den folgenden Jahrhunderten wurde der Aachener Dom erheblich erweitert und ausgebaut. Er zählt mittlerweile zu den beeindruckendsten Zeugnissen des Mittelalters. Die Sanierung des gesamten Gotteshauses nahm 20 Jahre in Anspruch und konnte erst 2006 beendet werden. [...mehr]
Der Zwinger ist neben der Frauenkirche das imposanteste Bauwerk, das Dresden zu bieten hat.
Dabei ist es eigentlich ein Wunder, dass man den als Amphitheater ausgelegten Bau, der ursprünglich zwischen zwei Festungswällen angelegt wurde, heute noch in einem Stück betrachten kann.
Dreimal wurde der Zwinger durch Krieg und Unruhen zerstört – dreimal haben ihn die Bürger von Dresden wieder aufgebaut. Während des Siebenjährigen Krieges 1760, in Folge der Mai Kämpfe 1849 und besonders verheerend im zweiten Weltkrieg 1945 erlitt das Gebäude große Schäden, die jedoch relativ schnell durch Restaurierungsinitiativen wieder behoben wurden. Somit repräsentiert die 1709 gebaute Anlage, die nächstes Jahr 300 Jahre alt wird, einen Grundpfeiler der deutschen Geschichte.
Der berühmteste Teil des Zwingers ist sicherlich das Kronentor: Die Säulenkonstruktion mit dem darüber thronenden Torturm ist ein sehr beliebtes Fotoobjekt. Aber auch Sempergallerie, Wallpavillon und Nymphenbad sind Teile des Zwingers, die man gesehen haben sollte. Vor allem der Wallpavillon, unter dessen Giebel ein steinernder Herkules die Welt trägt. Um 12 Uhr klingeln täglich im Glockenspielpavillon die 40 Meißner Porzellanglöckchen, ebenfalls ein sehens- und hörenswertes Schauspiel.
Der Zwinger hat Dresden viel zu verdanken, ohne die Beharrlichkeit der Bewohner, die das oft zerstörte Bauwerk immer wieder aufgebaut haben, wäre heute wohl bestenfalls eine Ruine übrig. Für die Stadt hat es sich gelohnt: Sie hat eine Touristenattraktion gewonnen, die in ganz Deutschland einmalig ist.
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Jeder, der Frankfurt mit dem Auto anfährt, kennt ihn: Der Commerzbank- Tower ist eine der markantesten Immobilien von Frankfurt. Misst man die oben angebrachte Antenne mit, erreicht der Turm eine stattliche Höhe von 300 Metern, die eigentliche Gebäudehöhe beträgt „nur“ 259 Meter. Damit ist der Commerzank-Tower der zweithöchste Wolkenkratzer in Europa, nur der Triumph-Palace in Moskau bringt es auf eine höhere Gebäudestruktur.
Der Aufbau des Commerzbank-Towers ist außergewöhnlich: Die Grundfläche ist dreieckig, im Inneren des Gebäudes befindet sich ein Atrium, das 160 Meter hoch ist. Das Atrium ist in spiralförmig im Turm sitzende Atrium- Gärten gegliedert.
Diese Gebäudestruktur der Immobilie ist einzigartig, und deutet von der Thematik her das an, wofür der Architekt des Gebäudes, Norman Foster, seit längerem einsteht: Funktionalität und sogenanntes „ökologisches“ Bauen.
Die ökologische Orientierung, die sich in der Bauweise findet, setzt sich in der gesamten Organisation der Anlage fort: So gibt es auf den Toiletten aus Energiespargründen kein warmes Wasser, und mit den Gärten innerhalb der Hochhausfassade ist eine beeindruckende Symbiose aus Natur und Technik geschaffen worden.
Der Tower ist nicht öffentlich zugänglich, man kann zwar unten in die Plaza im Erdgeschoss rein, aber für alles andere müssen extra Führungen vereinbart werden. Hier sollte man früh Plätze reservieren, da der Tower ob seiner Bauweise auf der ganzen Welt bekannt und dementsprechend gut besucht ist. [...mehr]
Morgen eröffnet das Atlantic Hotel Sail City in den Havenwelten von Bremerhaven. Die Havenwelten sind ein größtenteils vom Bund geförderter Neubaukomplex, der an die 300 Millionen Euro gekostet hat. Hier sollen weitere Hotels und Hochhäuser entstehen, die Skyline Bremerhavens wird sich also gerade am Wasser massiv verändern.
Am 01.03.2008 wird eine der Hauptattraktionen der neuen Havenwelten eröffnet.
Das Atlantic Hotel Sail City erinnert in Form und Bauweise stark an sein Vorbild: Das Burj al Arab in Dubai. Wie beim Sensationsbau im Land der Ölscheichs sind hier Glasverkleidungen und Stahlstreben so kombiniert worden, dass Assoziationen zur Form eines Schiffsegels entstehen.
Die Gesamthöhe des Bauwerkes beträgt 140 Meter, davon nehmen die 23 Etagen ungefähr 80 Meter ein. Der Rest entfällt auf die verhältnismäßig lange Spitze des Gebäudes.
Das namensgebende 4- Sterne- Hotel wird übrigens nur in acht Etagen residieren, die restlichen Räume sind zur Büronutzung bestimmt. Mit 120 Betten ist das Kontigent hier relativ klein ausgelegt, entsprechend werden sich die Preise in höheren Regionen bewegen.
Die Eröffnung des Gebäudes ist ein wichtiges Ereignis für die Stadt, die seit längerer Zeit mit einem schlechten Image zu kämpfen hat. Armut und Frust, dieses Image wurde Bremerhaven von außen immer wieder aufgedrückt. Mit dem Atlantic Hotel Sail City soll sich das jetzt ändern:
Ein erster Schritt zu mehr touristischer Attraktivität in der Stadt ist damit getan.
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