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Wirkungsstätte Johann Sebastian Bachs und des Reformators Martin Luther: Die Thomaskirche in Leipzig genießt weltweite Bekanntheit.
Bis ins 12 Jahrhundert geht die Geschichte der Thomaskirche zurück: Im Jahre 1160 erhielt Leipzig, damals noch Libzi genannt, das Stadtrecht. In diese Zeit fällt auch die Entstehungszeit der Gemäuer, die bei Ausgrabungen im Chorraum gefunden wurden.
Von dieser ursprünglichen Anlage ist heute nicht mehr viel bekannt. Doch im Jahre 1212 diente sie als Ausgangspunkt für die Errichtung des Augustiner-Chorherrenstifts, das im Laufe der Jahre stetig erweitert wurde. 1482 entstand der spätgotische Hallenbau, der bis heute erhalten ist. Der Turm allerdings erhielt erst Anfang des 18. Jahrhunderts seine endgültige Gestalt. [...mehr]
Dieses Schloss über den Dächern der Universitätsstadt Heidelberg ist eine der berühmtesten Ruinen Deutschlands und gehört zu den bedeutendsten Renaissance-Bauwerke jenseits Italiens.
Erste Erwähnungen dieses Bauwerkes finden sich bereits im 12. Jahrhundert, aber erst im Jahre 1225 wird die Burg urkundlich, und damit nachweislich, erwähnt. Als Bauherren fungierten wohl die mit dieser Grafschaft belehnten Herzöge von Bayern. Archäologische Untersuchungen scheinen diese Datierung zu bestätigen.
Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wurde diese Anlage unter dem deutschen König Ruprecht III. Königssitz und gleichzeitig als Repräsentationsbau und als Festung ausgebaut. [...mehr]
Es ist wohl das bekannteste Stadttor Deutschlands und untrennbar mit der Hansestadt Lübeck verbunden. Seit dem das Holstentor den 50-Mark-Schein zierte und nun auch auf den Euro-Münzen vertreten ist, kann man davon ausgehen, dass ein jeder, der dieses Bauwerk sieht, sogleich an Lübeck denkt.
Auch wenn dieses Meisterwerk der spätgotischen Baukunst mit seinen zahlreichen Spitzbögen eher wie ein reiner Prestigebau anmutet, so war es ursprünglich dennoch als Befestigungsanlage gedacht. Mit seinen 3,5 Meter dicken Mauern und seinen dreißig Geschützstellungen wurde es seiner Bestimmung als vorgelagerter Brückenkopf im Westen der Altstadt Lübecks mehr als gerecht. Zum Einsatz kamen diese Kanonen allerdings nie.
Auf der Schwäbischen Alb liegt die Stammburg einer der bedeutendsten deutschen Fürstengeschlechtern, den Hohenzollern. Die ursprüngliche Burg entstand wohl schon im elften Jahrhundert und durchlebte im Laufe der Jahrhunderte turbulente Zeiten.
Auf dem etwa 855 Meter hohen Hohenzollern-Berg thront eine der schönsten und meist besuchtesten Burgen Europas: Die Hohenzollern-Burg.
Aufregende Zeiten hat die imposante Burg erlebt! Zwar wurde sie erst Mitte des 13. Jahrhunderts das erste mal geschichtlich erwähnt, doch weisen Untersuchungen darauf hin, dass sie bereits 200 Jahre zuvor errichtet worden war. Für jene Zeit muss die Burg wahrlich eine außergewöhnliche Anlage gewesen sein – riesig und überaus künstlerisch gestaltet. [...mehr]
Die Semperoper – Dank der hohen Qualität des Ensembles und der langen Operntradition in Dresden zählt die Sächsische Staatsoper zu den bedeutendsten Opernhäusern der Welt. Nicht nur Opernliebhaber werden von der Architektur beeindruckt sein.
Erbaut im Stile der Hochrenaissance Italiens ist die Semperoper wohl das beeindruckendste Gebäude der sächsischen Landeshauptstadt! Dabei hat das Opernhaus eine sehr bewegte Geschichte erlebt und überlebt.
Im Jahre 1838 wurde mit dem Bau des Ersten Königlichen Hoftheaters von Gottfried Semper begonnen. Bereits drei Jahre später konnte das Haus feierlich eingeweiht werden: Goethes Schauspiel Torquato Tasso und Webers Jubel-Ouvertüre waren die ersten Stücke, die aufgeführt wurden. Doch die Pracht währte nicht lange, denn 1869 fiel das Theater einer Brandkatastrophe zum Opfer. [...mehr]
Die Wartburg – wie kaum eine andere Burganlage spielte sie eine herausragende Rolle in der Geschichte Deutschlands. Hier verweilten nicht nur Martin Luthter und Johann Wolfgang Goethe, auch Wagner besang die Wartburg in seinem Tannhäuser.
Über der Stadt Eisenach im Thüringer Wald thront auf einem 400 Meter hohen Felsenplateau die Wartburg. Ihre äußere Erscheinung verdankt sie jahrhundertelangen Auf- und Umbauten, Zerstörungen und Restaurationen. „Wartburg“ bedeutet dabei soviel wie „Wächterburg“.
Die Anlage soll bereits im Mittelalter, genau im Jahre 1067, von Graf Ludwig dem Springer gegründet worden sein. Urkundliche Erwähnung findet sie jedenfalls zum ersten Mal 1080 in dem Buch über den Sachsenkrieg des Bischofs von Merseburg. [...mehr]
Das Schloss Sanssouci ist Ausflugspunkt für Touristen von nah und fern. Die einzigartige Parklandschaft und die erhaltene Raumausstattung aus dem 18. Jahrhundert lässt Besucher in die Welt Friedrich des Großen eintauchen.
„Sans souci“, ohne Sorgen, so wollte Friedrich der Große, König von Preußen in seinem Sommerwohnsitz außerhalb Berlins leben. Es sollte keine repräsentative Residenz werden, sondern ein intimes Wohnschloss im Stile des Rokoko. Dabei war der Park Sanssouci zunächst nur als Terrassengarten gedacht, doch sehr schnell lernte der König die Landschaft zu lieben und ließ ein Lustschloss auf den Hügeln errichten.
Friedrich erarbeitete die Skizzen selber, die als Grundlage für die Errichtung der Anlage dienten und seinem Bauherren Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff kaum Freiheiten ließen. Der Bau begann 1745 und wurde in der damaligen Rekordzeit von nur zwei Jahren fertiggestellt. Da es nur für private Zwecke gedacht war, besteht das Königsschlosss aus lediglich 12 Zimmern. [...mehr]
Das Ulmer Münster ist nicht nur die größte protestantische Kirche, sondern hat mit einer Höhe von 161,53 Metern auch den höchsten Kirchenturm der Welt! 1377 wurde bereits der Grundstein für das zunächst katholische Gotteshaus gelegt. Fertiggestellt werden konnte der gotische Bau jedoch erst 1890.
Im 14. Jahrhundert lag die Ulmer Pfarrkirche rund einen Kilometer außerhalb der Stadtmauern. Aufgrund von Unruhen waren die Bürger regelmäßig an ihrem Kirchengang gehindert und beschlossen so, eine neue Kirche innerhalb der Stadttore bauen zu lassen. Damals hatte Ulm keine 10000 Einwohner, doch schafften sie es gemeinsam, den Neubau zu finanzieren.
Während des ersten Bauabschnitts 1377-1543 wechselten die Bauherren ständig und somit auch die Pläne für die neue Anlage. Einflüsse aus der Architektur Prags und des Straßburger Münsters wurden eingebunden. Doch die zum Teil enormen Planänderungen verursachten massive Schäden, so dass Ende des 15. Jahrhunderts große Teile der Kirche abgerissen und Sicherheitsmaßnahmen, wie zum Beispiel Verstärkung der Fundamente, durchgeführt werden mussten. [...mehr]
Auf einer kleinen Insel des Schweriner Sees liegt es gelegen: das Schlüsselwerk des romantischen Historismus. Doch die Ursprünge des Schweriner Schlosses gehen bereits auf das neunte Jahrhundert zurück.
Heute ist die imposante Anlage vor der Schweriner Innenstadt Sitz des Landtages vom Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, in vergangenen Jahrhunderten war das Schweriner Schloss Residenz der mecklenburgischen Herzöge.
Seine Architektur hat sich im Laufe der Zeit stark gewandelt. Entstanden ist das Schloss auf den Wallanlagen der Festung eines Slavenstamms, der bis etwa 1160 dort ansässig war. Heinrich der Löwe schlug die Obotriten und baute die zerstörte Burg wieder auf. Zu dieser Zeit wurde die Grafschaft Schwerin gegründet und Schwerin zur Stadt erhoben. Das Schweriner Schloss wurde Bischofssitz.
In der folgenden Zeit wurde die Festung auf der Schlossinsel je nach Gusto des jeweiligen Herrschers auf- und umgebaut. Das führte dazu, dass heute Ursprünge aus dem Mittelalter nicht mehr erhalten sind. [...mehr]
Im Tal der Eltz, zwischen dem Maifeld und der Vordereifel in Rheinland-Pfalz, liegt in malerischer Natur die Burg Eltz gelegen. Erbaut am Anfang des 12. Jahrhunderts, hielt sie den Kriegen im 17. und 18. Jahrhundert sowie der Französischen Revolution stand und wurde nie verwüstet. Früher zierte sie sogar viele Jahre den 500 DM Schein.
Erste Erwähnung findet die Burg Eltz 1157 in einer Schenkungsurkunde von Kaiser Friedrich I. Barbarossa, die Rudolf von Eltz als Zeuge unterzeichnete und besiegelte. Aus dieser frühen Zeit sind sogar noch heute Bauten erhalten.
Zwar entspricht die Burg in ihrer Erscheinung romantischen Vorstellungen über das Mittelalter, doch ist ihre Baugeschichte untypisch.
Um Erbstreitigkeiten zu vermeiden, wurde die Burg 1268 unter drei Nachkommen aufgeteilt und wurde fortan als Gemeinschaftserbe geführt. Daher rührt auch die dichte Bebauung der engen Anlage und die Vielzahl an Türmchen und Erkern, denn jede Linie des Hauses Eltz gestaltete ihr Teil des Anwesens nach ihrem Geschmack.
Im 19. Jahrhundert investierte Graf Karl zu Eltz die enorme Summe von 184000 Mark in die Restaurierung seiner Stammburg, was einem heutigen Wert von etwa acht Millionen Euro entspricht. Dabei wurde sich sehr an der historischen Architektur der Burg orientiert und es fanden keine erheblichen, wie sonst üblich, Umbauten mehr statt.
Auch heute ist die Burg Eltz noch im privaten Besitz der Familie zu Eltz und wird aus privaten Mitteln unterhalten.
Bei einem Besuch einer der schönsten und besterhaltenen Burgen Deutschlands in ursprünglicher Natur fühlt man sich fast zurück in vergangene Jahrhunderte versetzt!
Öffnungszeiten:
- Ostern bis 1. November
- Besichtigungszeiten: täglich von 9.30 bis 17.30 Uhr (letzter Einlass)
Eintrittspreise für die Führung durch die Burg & Besuch der Schatzkammer
- Erwachsene: € 8,00 pro Person
- Erwachsene in Gruppen ab 20 Personen: € 7,00 pro Person
- Schüler, Studenten, Behinderte: € 5,50 pro Person
- Schüler in Klassen: € 5,00 pro Person
- Familienkarten (Zwei Erwachsene und zwei oder mehr Kinder): € 24,00 Gesamtpreis
Gruppen ab 20 Personen werden gebeten, sich anzumelden. Es können ebenfalls Führungen auf Englisch, Französisch und Niederländisch angeboten werden, sowie spezielle Führungen für Kindergruppen.
Kontakt:
Gräflich Eltz’sche Kastellanei
Burg Eltz
D-56294 Münstermaifeld
Telefon: (0 26 72) 9 50 500
Telefax: (0 26 72) 9 50 50 50
burg@eltz.org
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