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Die Gründung Brasilias, der Hauptstadt Brasiliens, fand erst im Jahre 1960 statt. Brasilia ist somit eine junge Stadt, deren Architektur durch das mittlere zwanzigste Jahrhundert geprägt ist. Eines der ersten Gebäude der neuen Hauptstadt war der Palacio do Planalto. Der Palast der Ebene wurde frühzeitig gebaut, um dem Präsidenten von Anfang an einen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen.
Im Jahre 1956 entstand durch den brasilianischen Architekt Oscar Niemeyer (s. hier) der Plan des architektonischen Projekts hinsichtlich des Palacio do Planalto. Der eigentliche Bau begann anno 1958 und konnte pünktlich zur Stadtgründung und zu den damit einhergehenden Feierlichkeiten, erfolgreich abgeschlossen werden. Während der Zeremonien zur Einweihung Brasilias war der Palast der Ebenen sogar Höhepunkt der Stadt.
Die Residenz des Präsidenten erfuhr durch den Bau eine große Aufwertung. Bevor der Palacio do Planalto gebaut worden war, musste der Präsident mit einem provisorischen hölzernen Gebäude am Stadtrand auskommen. Die Architektur des neuen Regierungssitzes ist extravagant. Das Gebäude ist kastenförmig und trotzdem keineswegs trivial. Durch die Gestaltung ist es gelungen, das Bauwerk einfach, leicht und plastisch aussehen zu lassen. Die Säulen des Palacio verleihen ihm einen einzigartigen Charme. Das bedeutende Gebäude ist von Grünflächen umgeben, die seit 1991 über ein imposantes Wasserbecken verfügen.
Das Bauwerk hat vier Stockwerke. Jede der Etagen erfüllt einen anderen Zweck. Während auf der ersten Etage der Empfang zu finden und die Möglichkeiten gegeben ist, Pressekonferenzen zu veranstalten, gibt es im zweiten Geschoss Besprechungsräumen verschiedener Größe. Im zweiten Stockwerk ist außerdem das Sekretariat für Presse-und Öffentlichkeitsarbeit angesiedelt. Berater des Präsidenten haben ihre Büros in der dritten Etage, in der auch Teile des Präsidialamtes untergebracht sind. Das vierte Stockwerk wird vom Amt für institutionelle Sicherheit genutzt. Auch eine Bibliothek befindet sich im Inneren des Gebäudes, das von Gemälden, Wandteppichen, Skulpturen und Porzellananfertigungen verschiedenster Künstler geziert wird. [...mehr]
Brasília, die Hauptstadt Brasiliens ist eine sehr junge Stadt. Es handelt sich um eine Planhauptstadt, deren Konzeption Ende des 19. Jahrhundert in Angriff genommen wurde und deren erstes Gebäude Mitte des 20 Jahrhunderts fertiggestellt werden konnte. Die noch nicht sehr lange zurückreichende Vergangenheit der Stadt erklärt, warum das Stadtbild nahezu futuristisch anmutet und sogar Kirchenbauten, welche anderswo nicht selten von einem altehrwürdigem Erscheinungsbild geprägt sind, hier modern wirkende Gebäude aus Glas und Beton sind.
Die Kathedrale von Brasilia, auch Aparecida genannt, stellt zweifellos das beeindruckendste Gotteshaus in Brasiliens Hauptstadt dar. Zusammen mit vielen anderen Bauten wurde die Kathedrale im Zuge der Planungsarbeiten für die neue Hauptstadt entworfen. Der Architekt Oscar Niemeyer (s. hier), welcher zu den wichtigsten Architekten der brasilianischen Moderne gezählt wird, hat mit dem imposanten Gebäude allerdings viele, wenn nicht sogar alle anderen Bauten der Stadt übertroffen. Viele Bauwerke Brasilias muten durch ihre Formgebung, dem Kubus, nämlich sehr ähnlich an und sind aus diesem Grund weniger Aufsehen erregend.
Eingeweiht wurde die Kirche, welche die Form einer Hyperbel hat, Ende Mai 1970. Ihre Erscheinung ist von Säulen geprägt, 16 an der Zahl, welche sich gleichen und äußerst schlicht und in weiß gehalten, einen Bogen machen und allesamt in den Himmel emporragen. Der Grundriss des Gebäudes besticht durch eine runde Form. Der Kreis hat einen Durchmesser von 70 Metern.
Das Innere der Kirche ist eher als minimalistisch anzusehen. Drei Engel sind im Zentrum, im Bereich der Kuppel, zu bewundern und ein skulpturähnliches Kunstwerk befindet sich in Altarnähe. Die Wände sind nicht etwa reich verziert oder bemalt, sondern mit Fächern ausgestattet, die in Zukunft als Gräber bedeutender Geistlicher dienen sollen. [...mehr]




