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Die Kultur und damit auch die Architektur Asiens sind uns Europäern meist fremd. Gleichzeitig geht von ihnen eine große Anziehungskraft aus. Die Burg Himeji-jo, auch Shirasagi-jo genannt, was übersetzt „Die Burg des weißen Reihers“ bedeutet, ist ohne Frage eine der faszinierendsten und gleichzeitig schönsten Festungsanlagen Asiens. Sie findet sich auf einem Hügel in der japanischen Stadt Himeji.

Die Burg von Himeji besitzt etliche Schmuckgiebel. © Flickr / robertpaulyoung

Die Himejo-jo (website s. hier) besteht aus ganzen 83 einzelnen Bauwerken, welche zu unterschiedlichsten Zeiten entstanden und zu einem großen Teil aus Holz gefertigt sind. Bereits im Jahre 1333 soll es zum Bau einer ersten Festung gekommen sein. Erst etwa 250 Jahre später entstand im Auftrag Toyotomi Hideyoshis (s. hier) der Hauptturm, welcher drei Etagen zählte. Mit dieser Bemühung sollte der Bau des Gebäudes allerdings noch lange nicht abgeschlossen sein. Im Jahre 1601 begann eine acht Jahre währende Umbauarbeit, aus der das Gebäude als Turm hervorging, welcher ganze 46,4 Meter hoch und von drei weiteren, kleineren Türmen umgeben war. Der Westflügel entstand durch den Einsatz des Bauherrs Honda Tadatoki im Jahre 1618. Behauptet wird oftmals, die Festung sei  eine Schöpfung des 17. Jahrhunderts. Dies ist aufgrund der Grundsteinlegung nicht ganz richtig. Da allerdings die größten Baumaßnahmen ab 1601 einsetzten, ist die Aussage auch nicht gänzlich zurückzuweisen.
Die Größe und Schönheit des Gebäudes, welches eine leuchtend weiße Fassade besitzt und noch heute einen Einblick in zahlreiche Wehranlagen gewährt, lassen keinen Zweifel daran, dass dieses Bauwerk die Aufnahme in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO verdient hat. Besagte Verzeichnung fand übrigens im Jahre 1993 statt. Die Burg von Himeji war somit das erste japanische Baudenkmal, welches eine solche Auszeichnung erhielt.

Heute ist die Festung ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen. Zu jeder Jahreszeit können Besucher das Gebäude besichtigen und an Führungen teilnehmen, welche u.a. einen Einblick in den großzügigen Grundriss, in einen Shinto-Schrein und in das ehemaligen Burg-Leben, gewähren.    [...mehr]


Der eigentliche Name des buddhistischen Tempels, welcher im Stadtbezirk Kita-Ku, im nordwesten der japanischen Stadt Kyoto gelegen ist, nämlich „Rokuon-ji“ („Rehgarten-Tempel“), lässt nicht annähernd die Pracht der heiligen Stätte erahnen. Dies ist wohl der Grund dafür, dass das Bauwerk vor allem als „Kinkaku-ji“ bekannt ist, was übersetzt „Goldener-Pavillon-Tempel“ bedeutet und die Schönheit des Gebäudes sehr viel treffender zum Ausdruck bringt.

Die oberen Etagen des Goldene-Pavillion-Tempels sind mit Blattgold bedeckt. © Flickr / beggs

Die oberen Etagen des Goldenen-Pavillon-Tempels sind mit Blattgold bedeckt. © Flickr / beggs

Kyoto ist bekannt für seine kulturelle Bedeutung. In der Stadt finden sich viele traditionelle Bauten wie Tempel und Schreine. Wieviele bedeutende Gebäude Japans in und um Kyoto zu finden sind, lässt sich erahnen, wenn man erfährt, dass ganze 14 dieser Gebäude, unter anderem der Goldene-Pavillon-Tempel, im Jahre 1994 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden.

Der Kinkaku-ji ist ein besonderer Touristenmagnet. Er ist das meistfotografierte Bauwerk Kyotos. Das Gebäude wurde im Jahre 1397 erbaut und diente vorerst als Herberge des Shoguns Ashikaga Yoshimitsu. Erst nach dem Ableben des Samurai-Anführers wurde das Bauwerk zusammen mit weiteren Gebäuden auf dem gleichen Grundstück zu einem Zen-Tempel umfunktioniert. Mitte des 20. Jahrhundert allerdings, im Jahre 1950, fiel der Pavillon dem Anschlag eines buddhistischen Mönchs zum Opfer und brannte nieder. Schon fünf Jahre nach dem Brand wurde das Gebäude allerdings wieder errichtet.

Der Pavillon besitzt drei Etagen, wobei der obere Abschnitt des Hauses mit Blattgold verziert ist. Der Tempel ist als Pfahlbaukonstruktion, direkt an einem Teich und inmitten vieler Bäume gelegen, was die Idylle komplettiert. Besucher schwärmen insbesondere von dem Bild des Tempels, welches sich im so genannten Spiegelsee spiegelt. Das Betreten des Tempels ist Außenstehenden leider nicht gestattet.    [...mehr]


Der Landmark Tower ist mit einer Höhe von 295,8 Metern das größte Gebäude Japans. Er steht nicht, wie man vermuten könnte, in der Hauptstadt Tokio, sondern in Yokohama, der zweitgrößten Stadt des Landes. Das Hochhaus, welches im Stadtteil Minato Mirai 21, nahe dem Hafen und neben dem Yokohama Museum of Art, gelegen ist, verfügt über ganze 70 Etagen, besitzt fast 80 Aufzüge und bietet eine Nutzfläche von 392.000 Quadratmetern. Überwiegend besteht es aus Beton.

Der Yokohama Landmark Tower bestimmt das Stadtbild. © Flickr / skyseeker

Die offizielle Website des größten Wolkenkratzers Japans (s. hier) betitelt das imposante Bauwerk als „shop and restaurant“, was einen ersten Eindruck vermittelt, allerdings ein wenig minimalistisch anmutet. Schließlich beherbergt das Bauwerk unter anderem den schnellsten Fahrstuhl des Landes, welcher gleichzeitig der zweitschnellste der Welt ist, und innerhalb einer Minute eine Strecke von 750 Metern zurücklegt. Auf die immense Geschwindigkeit kommt der Aufzug angeblich aufgrund seiner abgerundeten Gestalt, welche für Aerodynamik sorgt.

In dem Wolkenkratzer finden sich zudem 160 Geschäfte verschiedenster, ein Luxus-Hotel, das Nikkô Royal Park Hotel auf den Etagen 49-70, mehrere Cafés sowie Restaurants, welche Speisen unterschiedlichster Länder anbieten, etliche Büros und die höchst gelegene Aussichtsplattform Japans. Diese trägt den imposanten Namen „Sky Garden“ und befindet sich in der 69. Etage. Die Plattform macht ihrer Bezeichnung alle Ehre: Bei günstigen Wetterverhältnissen soll sie einen etwa 80 Kilometer weiten Blick über Japan gewähren.

Die Bauzeit des modernen Hochhauses betrug etwa drei Jahre. Fertig gestellt wurde das Gebäude, welches eine Schöpfung der Architekten H. Stubbins & Associates (heute KlingStubbins) ist, im Juli 1993. Vergleicht man seine Höhe mit anderen Wolkenkratzern weltweit, ist es derzeit auf Rang 47 anzusiedeln.    [...mehr]


Die Hauptstadt Japans besticht nicht unbedingt durch ihre Schönheit. Es mangelt eindeutig an Grünflächen und doch ist Tokio äußerst beeindruckend. In der größten Metropolregion der Welt leben stolze 35.000.000 Menschen. Dass dieses Gebiet der Superlative ein sehr beeindruckend großes Rathaus besitzt, liegt schon fast auf der Hand. Das Gebäude nennt sich das „Tokyo Metropolitan Government Building“, oder auch „Tokyo City Hall“.

Das Tokyo Metropolitan Government Building © Flickr / JoshBerglund19

Etwa eine Milliarde Euro, genauer gesagt 157 Milliarden Yen, kostete der Bau des stattlichen Wolkenkratzers, welcher im Jahre 1988 begann und bereits einige Jahre später, Anno 1991, beendet werden konnte. Das Gebäude steht im Stadtteil Shinjuku, dem so genannten Herzen Tokios und ist eine Schöpfung des nicht nur in Japan bekannten und geachteten Architekten Kenzo Tange (s. ktaweb), welcher neben der Tokyo City Hall, weitere vier moderne Bauten Tokios entworfen hat.

Das Tokyo Metropolitan Government Building teilt sich in drei Abschnitte, wobei der höchste Teil des Bauwerks eine stolze Höhe von 243 Metern misst. Ganze 48 oberirdische Stockwerke finden hier Platz. Doch auch die Größe der niedrigeren Komponente ist nicht zu verachten- hier finden sich immer noch 37 Etagen. Das Tokyo Metropolitan Government Building zählt somit zu den größten Gebäuden Tokios.

Im Inneren des beeindruckenden Rathauses ist der Sitz der Präfektur Tokio, doch glücklicherweise wird auch Touristen bzw. interessierten Bewohnern Japans die Möglichkeit gewährt, das Innenleben des Komplexes zu erkunden. Wer der Stadt einmal einen Besuch abstattet, sollte es sich keinesfalls entgehen lassen, die Aussichtsplattform im 45. Stockwerk aufzusuchen. Hier findet sich auch ein Café, welches zum Verweilen einlädt. Das Gebäude bietet somit einen idealen Blick über ganz Tokio und sogar darüber hinaus, denn bei gutem Wetter lässt sich der Fuji, der größte Berg Japans, erspähen.    [...mehr]


Der Oriental Pearl Tower (DōngfÄng Míngzhūtǎ „Perle des Ostens“) befindet sich in direkter Nähe zum Shanghai World Financial Center und dem Jin-Mao Turm im sich in Shanghai befindlichen Geschäfts- und Finanzviertel Pudong.

Der Tower bei Nacht © Flickr / beggs

Er stellt mir einer atemberaubenden Höhe von 468 Metern den höchsten und gleichzeitig bekanntesten Fernsehturm Asiens dar und ist weltweit der dritthöchste. Lediglich der CN Tower (553 Meter hoch) und der Ostankino-Turm (540 Meter hoch) laufen dem Oriental Pearl Tower in Sache Höhe den Rang ab. Bis die Endhöhe des World Financial Centers von insgesamt 492 Metern im September letzten Jahres erreicht wurde war der Fernsehturm sogar das höchste Gebäude der chinesischen Republik.    [...mehr]


In einem Land, in dem große Teile der Bevölkerung am Hungertod nagen und ein verbrecherisches diktatorisches Regime die Menschenrechte skrupellos mit Füßen tritt, steht nicht nur das größte, sondern wahrscheinlich auch das imposanteste Stadion der Welt.Stadion 1. Mai Aussenansicht

Nordkorea ist heute das isolierteste Land der Welt. Diktator Kim Jong-il lässt seine Bevölkerung nicht ausreisen und möglichst wenig von Außen in sein „sozialistisches Paradies“ eindringen. Nur die übertrieben protzigen Bauwerke, die über die katastrophale Wirtschaftssituation im Lande hinwegtäuschen sollen, werden voller Stolz der ganzen Welt präsentiert. Das Stadion „1. Mai” (Rungnado Stadion) in der Hauptstadt Pjöngjang ist eine dieser Bauten, die exemplarisch für Nordkoreas Größenwahn stehen.    [...mehr]


Der „Bang Na Expressway“ (ursprünglicher Name ist Burapha Whiti Expressway) befindet sich in Thailand und ist die längste Brücke auf Erden.

Bang Na Expressway

Die Brücke misst unvorstellbare Länge von 54 Kilometer und bietet auf der sechsspurige Straße eines der imposantesten Bauwerke der Welt. Die gesamte Oberfläche des Bang Na Expressways beträgt zusammengerechnet etwa 1,9 Millionen m². Der Bau begann 1995 und wurde im Jahre 2000 fertiggestellt und die Kosten beliefen sich auf beachtliche 1 Millarde Dollar. Der Expressway beginnt im Osten von Bangkok und zieht sich bis zur Provinz Chonburi. Sie sollte zur Entlastung des Verkehrs dienen. Der Bau entstand in Zusammenarbeit thailändischen Bauunternehmens und dem deutschen Konzern Bilfinger Berger Ingenieurbau.

Bang Na Expressway in Bangkok

Bei der Konstruktion wurde nicht nur die längste Brücke der Welt errichtet, sondern auch die Herstellungsweise bot eine Neuheit und Sensation. Um eine ausreichende Stabilität zu bieten, wurden einzelne Segmente wie bei einem Fachwerk zusammengesetzt. Währen der 5-jährigen Bauphase wurden jeden Monat etwa 18000 dieser Fahrbahnsegmente hergestellt, was auf enorme Produktionskapazität schließen lässt und weltweit einzigartig in dem Bereich ist. Mit der Hochstraße hat Bangkok den vielen Autos im Verkehrsnetz für eine Entlastung gesorgt.

Seid der Fertigstellung hat der Expressway leider an einigen Streckenabschnitten der Stützpfeiler (insgesamt 1278 Pfeiler) Risse aufgewiesen und bedarf einer Sanierung. Die Stabilität soll davon jedoch betroffen sein.

Mit 38,4 km ist die zweitlängste Brücke der Welt der „Lake Pontchartrain Causeway“ in den USA. Die längste Brücke in Deutschland – Hochstraße Elbmarsch – kann mit ihren 4,258 km mit Thailand nicht mithalten.

Übrigens die höchste Brücke der Welt mit Namen Viaduc de Millau befindet sich in der französischen Stadt Millau und ist 343 Meter hoch.    [...mehr]


Die Tempelanlagen befinden sich in der Ruinenstadt Angkor, die von Ende des 9. Jahrhunderts bis zum frühen 13. Jahrhundert die Hauptstadt Kambodschas war und als Zentrum des Khmer-Reichs galt. Dieser größte Tempelkomplex der Welt erstreckt sich auf einer Fläche von 200 Quadratkilometern. Das Areal wird von einem etwa 190 Meter breiten Wassergraben umgeben, der nach dahemaliger Interpretation auch als Ur-Ozean galt.

Tempelanlage © flickr / tylerdurden1

Die Errichtung der Tempelanlage wird König Suryarvaman II. (1113 - 1150) nachgesagt. Im Laufe der Zeit haben die Könige von Khmer immer mehr Tempel gebaut und widmeten sie den Gottheiten ihrer Zeit. Im Gegensatz zu allen anderen Tempeln - die den Ein- bzw. Ausgang nach Osten zeigen - ist der Angkor Wat nach Westen ausgerichtet und weist somit zum Gott des Todes - Yamas. Vielleicht ist das auch der Grund, warum dieser Tempel als Grabstädte des Königs gedeutet wird, allerdings gibt es keine eindeutigen Beweise dafür.

Angkor Wat © flickr / rogerbaker2Der Angkor Thom hat den Ruf der bedeutendsten Ruinenstadt der Anlage und wird zuden 4 Himmelsrichtungen hin von enormen Toreingängen abgegrenzt. Der Tempel Bayon befindet sich im Mittelpunkt des Angkor Toms.

Als der größte erhaltene Tempel der Welt gilt der Angkor Wat, den man etwa 1112 - 1152 erbaut haben soll. Er ist das Grabmal des einstigen Königs Surawarman II. Auf beziehungsweise um das Grab sind 5 Türme angebracht, die den Weltberg Meru und dessen Gipfel symbolisieren, laut hinduistischen Glauben der Mittelpunkt des Universums darstellt. Im Jahre 1431 wurden die Tempelanlagen von Angkor durch die Invasions Thailands verlassen und dem Franzosen Mouhout erst über 400 Jahre später wiederentdeckt.

Angkor Wat © flickr / jurvetson

Der Bau der gesamten Tempelanlagen dauerte ungefähr 300 Jahre an, die eine besondere Bedeutung für den Hinduismus und auch Buddhismus der kambodschanischen Gesellschaft hatten. Ab dem 13. Jahrhundert wandten sich die Khmer dem Buddhismus zu und es wurden keine neuen Tempel nach dieser Zeit mehr gebaut.

Noch heute gelten die Tempelanlagen als Meisterwerke der Architektur. Eine umfassende Wiederherrstellung der Ruinenstadt begann 1987 und gilt heute als eine der bedeutendsten Tempelanlagen der Welt.




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