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Seit Oktober 2009 ist die Incheon Brücke in Südkorea in Betrieb. Das imposante Bauwerke mit einer Gesantlänge von über 12 Kilometern, zählt weltweit zu einer der fünf längsten Schrägseilbrücken und ebnet den Verkehr zwischen dem Flughafen Incheon und dem Incheon’schen Stadtteil New Songdo City, in der Nähe von Seoul.
Die Incheon Brücke in Südkorea
Die Incheon Brücke ist nach fast 4 Jahren Bauzeit nun endlich in Betrieb. Seit dem 26. Oktober 2009 verbindet sie den auf der Yeongjong Insel gelegenen neuen Flughafen von Incheon, der gleichzeitig einer der größten ganz Asiens ist, mit dem auf dem Festland gelegenen Geschäftsviertel New Songdo City. Auch Seoul Reisende benutzen die gigantische Hängebrücke täglich auf ihrem Weg zum Flughafen.
In fünf unterschiedlich langen Abschnitten überquert der Brückenzug die Wattenbucht des Gelben Meeres und bietet auf 6 Fahrbahnen (3 in jede Richtung) dem Straßenverkehr quer über den darunter gelegenen Haupt-Schifffahrtskanal zum Hafen Platz.
Der Brückenzug gehört zum Typ der Hängebrücken, die zwar günstiger im Bau sind, jedoch als empfindlicher gelten. Doch im Gegensatz zu gewöhnlichen Hängebrücken, wie zum Beispiel der Golden Gate Bridge in den USA, verfügt die Incheon Brücke über stabilisierende Schrägseile im mittleren Brückenabschnitt, deren längste Stützweite 800 Meter beträgt. Bei Nacht sorgen die beleuchteten Seile nicht nur für Sicherheit und Durchblick, sondern auch für einen tollen Effekt im Stadtbild. Im Landeanflug auf Yeongjong, wirkt die Brücke wie ein Tor zu einer neuen Welt und raubt einem im wahrsten Sinne des Wortes die Sprache. Wow! [...mehr]
The Paragon im Stadtzentrum Singapurs ist einer der größten Luxus-Shoppingpaläste an der Orchard Road. Hinter der imposanten Glasfront befindet sich ein wahres Paradies einer jeden Fashionista.
The Paragon in Singapur
The Paragon an der berühmten Shoppingmeile, der Orchard Road, im Herzen Singapurs, bietet auf 18 Stockwerken in über 200 Shops vornehmlich Menschen mit einem größeren Geldbeutel neben Designer-Kleidung und Möbeln, auch teure Schuhe, sowie erlesene Speisen der internationalen Küche in „The Food Cellar“. Hier schnappt man den Spirit des New Asia auf. Gegenüber gelegen vom Ngee Ann City mit dem japanischen Kaufhaus Takashimaya wurde der Shoppingpalast von Januar 2008 bis Februar 2009 für über 45 Millionen Dollar renoviert. Die Fassade hat dabei einen moderneren und eleganteren Stil bekommen, außerdem wurden drei weitere Stockwerke für Shops und Büros eröffnet.
Shoppingpalast an der Orchard Road
Unter den Designern und Boutiquen vereint The Paragon Eleganz und Chic mit jugendlicher Frische. So befinden sich unter Geschäften von Escada, Prada, Miu Miu, Fendi, Gucci, Armani und Ungaro auch junge Labels wie Miss Sixty, Diesel, Gas und United Colors of Benetton.
Erbaut und entworfen wurde das Luxuskaufhaus an der Orchard Road von der malaysischen Architektur-Firma Kumpulan Senireka Sendirian Berhad und wurde 1998 eröffnet. [...mehr]
Wer über das nötige Kleingeld verfügt, wird es sich selten nehmen lassen, ferne Länder aufzusuchen und neue Kulturen zu entdecken. Japan ist ein Land, das uns Europäern exotisch vorkommt und doch zu den höchst entwickelten Staaten der Welt zählt – Das Land der aufgehenden Sonne stellt nicht umsonst einen wahren Touristenmagneten dar. In Osaka, der drittgrößten Stadt des Landes hat man sich auf die Bedürfnisse der Besucher eingelassen und ein beeindruckendes Gebäude errichtet.
Der Tsūtenkaku könnte beinahe als Geschenk an die Touristen Japans angesehen werden, ist er doch ein Aussichtsturm, welcher Besuchern die Möglichkeit bietet, die Metropole aus der Vogelperspektive auf sich wirken zu lassen. Der Turm kann allerdings noch viel mehr. Er wurde keinesfalls ausschließlich gebaut, um auf ihm Aussichtsplattformen errichten zu können. In der heutigen Zeit ist es nicht selten, dass der Bau von Gebäude mehrere Absichten verfolgt. Dies trifft auch auf den Tsūtenkaku zu. Er fungiert, neben seiner wichtigen Aufgabe, Touristen zu erfreuen, auch als Sendeturm sowie als eine Art Informationssystem und dient somit auch den Einwohnern Osakas.
Der Tsūtenkaku wurde im Jahre 1956 errichtet und trat die Nachfolge eines ähnlich funktionellen Turms an, der allerdings mehr als zehn Jahre zuvor, Anno 1943, abgebaut wurde. Der Turm ist im Stadtteil Naniwa zu finden und steht unweit des JR-West-Bahnhofs Shin-Imamiya. Er misst eine Höhe von 103 Metern, wobei die begehbaren Ebenen in 84 und 87 Metern Höhe angebracht sind. Der höchst gelegene Aspekt des Turms erstrahlt stets in einer bestimmten Farbe. Diese ist keinesfalls willkürlich gewählt und dient nicht nur als farbenfrohe Aufwertung der Erscheinung des Bauwerks. Die zwei Farben der Turmspitze deuten die Wetterverhältnisse an, mit denen man am darauf folgenden Tag zu rechnen hat.
Ab 21. Juli bis 31. August sind Besucher tagtäglich in der Lage, dem Turm von zehn bis 20 Uhr einen Besuch abzustatten. In den restlichen Monaten öffnet das Bauwerk von zehn bis 18 Uhr seine Pforten.
Schreine zeugen von einer längst vergangenen Zeit. Sind sie im fernen Japan zu finden, besitzen sie gleich eine doppelte Anziehungskraft. Sie faszinieren nicht nur aufgrund ihres stolzen Alters, sondern sind zudem Zeugnis einer fremdartigen beeindruckenden Kultur. Der Meiji-Schrein, welcher in der Metropole Tokio zu finden ist, ist nicht umsonst ein Touristenmagnet.
Der Meiji-Schrein wurde den Seelen zweier Menschen gewidmet, einer Kaiserin und einem Tenno (s. hier) von Japan: Meiji und dessen kaiserliche Gemahlin Shoken. Als diese in einem Abstand von zwei Jahren verstarben, Anno 1912 und 1914, begann der Bau des prunkvollen Gebäudes, um sie auch nach ihrem Tod zu ehren. Im Jahre 1920 wurde der Schrein im Baustil nagare-zukuri fertig gestellt. In diesem Jahr wurden auch die Körper der Verstorbenen im Gebäude untergebracht. Seit jener Zeit werden jährlich, insbesondere an den Todestagen des Paares, am 11. April und am 30.Juli, feierliche Rituale ausgeführt um ihrer zu gedenken. Doch auch die Geburtstage der Verehrten werden mit Zeremonien versehen. Das Fest zu Ehren des Geburtstages Meijis, welches am 3. November beginnt, währt beispielsweise ganze fünf Tage. In dieser Zeit wird keinesfalls nur für die Seelen gebetet. Man lässt große Veranstaltungen stattfinden und arrangiert Ausstellungen, Spiele und verschiedenste Vorführungen. Man isst und trinkt gemeinsam, spielt Musik und lässt Feuerwerkskörper den Himmel erobern.
Welch großes Ansehen der Schrein in der Bevölkerung hat, beweist das Engagement, welches diese aufbrachte als der Schrein im Zuge des ersten Weltkriegs einem US-amerikanischen Bombenangriffs zum Opfer fiel. Um den Bau neu zu errichten fanden sich etwa 110.000 Freiwillige.
Das Gelände des Schreins wird heute in drei Bereiche unterteilt. Im sogenannten Naien steht das Bauwerk. Der äußere Bereich nennt sich Gaien. Hier findet man verschiedene Gebäude und Flächen, welche zum Andenken errichtet wurden. So zum Beispiel Kunstgalerien, Sportplätze und ähnliches. Umfasst werden diese Gebiete von einem Wald von enormer Artenvielfalt. [...mehr]
Das Betrachten einer Tempelanlage ist für die meisten Europäer etwas ganz Besonderes. Schließlich kann es äußerst faszinierend sein, ein Bauwerk einer fremdartigen Kultur zu besichtigen und besonders Tempeln sind viele versteckte Details zu eigen, die es zu entdecken gilt. Der Himmelstempel in Chinas Hauptstadt Peking, ist ein gutes Beispiel für die atemberaubende Architektur des asiatischen Raumes.
Der Himmelstempel besteht aus mehreren Anlagen, welche idyllisch in einem Park gelegen sind. Sie werden allerdings von zwei Mauern abgetrennt. Eine dieser Abgrenzungen, im Norden gelegen, ist rund angeordnet, während die andere, welche sich im Süden der Anlage befindet, von eckiger Gestalt ist. Die Anlage ist zudem in einen inneren und einen äußeren Aspekt unterteilt, wobei die bedeutsamsten Tempelgebäude sich im inneren Teil befinden. Besagter innerer Teil ist zusätzlich in einen südlichen und nördlichen Bereich aufgeteilt worden.
Die Halle der Ernteopfer gilt als wichtigstes Gebäude des Tempels und ist gleichzeitig eines der Wahrzeichen der chinesischen Hauptstadt (s. hier). Sie wurde in Ming- und Qing-Dynastie einmal jährlich vom jeweiligen Kaiser höchst persönlich aufgesucht, welcher hier für eine erfolgreiche Ernte betete. Das Gebäude wurde rund gestaltet, was ihm seinen ganz besonderen Charme einbringt. Doch auch die Dachkonstruktion ist außergewöhnlich. Es handelt sich um eine dreistufige Konstruktion, welche zudem mit zahlreichen Verzierungen versehen wurde. Umgeben ist das Gebäude von einer ebenfalls dreistufigen Terrasse, die aus Marmor gefertigt wurde. Die Halle, welche heute besucht werden kann, ist eine originalgetreue Rekonstruktion aus dem Jahre 1890. Das ursprüngliche Bauwerk stammte aus dem Jahr 1420, dieses fiel allerdings Anno 1889 einem Brand zum Opfer.
Über die 360 Meter lange Danbi-Brücke gelangt man von besagter Halle zu einem weiteren Gebäude mit rundem Grundriss. Dieses befindet sich im südlichen Teil der Anlage und ist etwas kleiner. Es wird als „Halle des Himmelsgewölbes“ bezeichnet und stellt ebenfalls einen wichtigen Bestandteil der Tempelanlage dar. [...mehr]
Osaka ist die drittgrößte Stadt und gleichzeitig das Handelszentrum Japans. Bereits diese Tatsachen deuten an, dass Osaka eine sehr moderne Metropole ist. Ähnlich wie in der Hauptstadt Tokio, ist das Stadtbild von hohen Bauten aus Beton und Stahl geprägt. Doch findet man auch in Osaka imposante Bauwerke, die an vergangene Zeiten erinnern, etwa Osaka-Jo, die Burg von Osaka.
Osaka-Jo (s. hier) wird zu den bedeutendsten Burgen Japans gezählt. Sie wurde auf Befehl Toyotomi Hideyoshis errichtet, der auch schon den Hauptturm Himeji-Jos in Auftrag gegeben hatte. Fertiggestellt wurde die Burg, welche damals aus Holz und Stein bestand, im Jahre 1583. Es bleibt allerdings anzumerken, dass die Osaka-Jo, wie wir sie heute besichtigen können, noch nicht annähernd so alt ist. Die Burg wurde mehrmals fast gänzlich zerstört und lediglich rekonstruiert. Sie besteht heute zu einem Großteil aus Beton.
Im Jahre 1615 fiel Osaka-Jo den Truppen Tokugawa Ieyasus, einem „drei großen Einiger“ des feudalen Japans, zum Opfer. Der Wiederaufbau wurde erst fünf Jahre später in Angriff genommen und dauerte ganze zehn Jahre. Bereits 35 Jahre später folgte die Zerstörung des Hauptturms durch einen Blitzeinschlag. Zwei Jahrhunderte danach, widmete man sich der erneuten Rekonstruktion. Doch schon 25 Jahre später wurde die Burg abermals zerstört, diesmal während der Kriege der Meiji-Restauration. Spendenaktionen erlaubten im Jahre 1928 nochmals einen Wiederaufbau. 17 Jahre nach dieser, im Zuge des zweiten Weltkrieg– wie sollte es auch anders sein- wurde das Gebäude wiederholt beschädigt. Die neuesten umfangreichen Bauarbeiten liegen nun zwölf Jahre zurück.
Nach dieser bewegten Geschichte könnte man fast die Vermutung aufstellen, die atemberaubende Burg, deren Grundfläche fast einen Quadratkilometer umfasst, könnte verflucht sein. So viele Zerstörungen- immer ca. 20-30 Jahre nach der Rekonstruktion- das ist wirklich eine traurige Besonderheit. Wir sollten wohl die Daumen drücken, dass die reich verzierte Osaka-Jo künftig in den Genuss kommt, ein friedlicheres Dasein zu fristen. ![]()
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Insbesondere die historischen Bauten Chinas sind in den Augen eines Europäers einzigartig und bewundernswert. Die Baukunst ist voller dekorativer Details. Die Dächer haben ganz eigene Formen und oft tauchen Symbole wie etwa der Drache auf. Ganz anders ist der moderne Baustil. Doch auch dieser hat einen besonderen Charme, denn trotz der sich wandelnden Architektur scheint China noch immer großen Wert auf Originalität zu legen. Die Hangzhou Bay Bridge ist ein gutes Beispiel für dieses Phänomen.
Die Hangzhou Bay Bridge, auch Hangzhou Wan Daqiao genannt, ist eine sehr moderne Schrägseilbrücke (s. hier). Ihre Fertigstellung ist gerade mal ein Jahr her- sie wird seit dem ersten Mai 2008 durch den Verkehr genutzt. Die lange Bauphase, welche sich über fünf Jahre und einen Monat erstreckte, zeugt bereits von der Arbeit, die in diese besondere Brücke investiert wurde. Mit einer Gesamtlänge von 36.000 Metern ist sie die längste Überseebrücke der Welt- ihr schlichtes Aussehen täuscht somit über ihre Relevanz hinweg.
Genau genommen handelt es sich bei der Hangzhou Bay Bridge in China aus zwei Schrägseilbrücken, welche miteinander verbunden sind. Eine dieser Brücken weist eine Stützweite von 318 Metern auf. Die andere besitzt eine Stützweite von ganzen 448 Metern.
Es kostete 11, 8 Milliarden Yuan, umgerechnet etwa 1,2 Milliarden Euro, einen Übergang von Cixi, nahe Ningbo, nach Jiaxing, einer der wichtigsten Seidenindustriestädte, zu schaffen. 50 Prozent der finanziellen Mittel zum Aufbau des Verkehrsweges wurden allerdings von Privatfirmen Ningbos getragen, da diese scheinbar in besonderem Maße von der geschaffenen Verbindung profitieren. Der Grund hierfür ist aller Wahrscheinlichkeit nach die geschmälerte Distanz zwischen Ningbo und Shanghai, der bedeutendsten Industriestadt Chinas. Diese hat sich durch die Brücke um 120 Kilometer verkürzt.
Das Wahrzeichen des Vielvölkerstaats Burma bzw. Myanmar, ist ein goldener, sich nach oben hin verjüngender Sakralbau namens Shwedagon. Die Shwedagon-Pagode ist auf dem Hügel Pegu-Joma, nahe der ehemaligen Hauptstadt Rangun zu finden. Bis heute gilt das fremd anmutende Bauwerk als religiöses Zentrum und ist eine der berühmtesten Pagoden der Welt.
Beeindruckend- Die Sonne spiegelt sich noch heute in der reich verzierten Pagode, welche auf den ersten Blick auch eine überdimensionale Kopfbedeckung oder eine Aufsehen erregende Glocke sein könnte- und das obwohl das Bauwerk der Legende nach ganze 2500 Jahre alt ist. Wann genau Shwedagon wirklich erbaut wurde, ist allerdings bis heute unklar. Ebenso unsicher ist es, ob tatsächlich acht Haare des Buddhas Gautama in den Bau integriert wurden, wie es der Sage nach der Fall sein soll.
Es heißt, dass die Shwedagon-Pagode durch verschiedenste Könige und Königinnen im Zeitraum zwischen dem 14. und dem 18. Jahrhundert, ständig erweitert und erneuert wurde, da das Bauwerk mehreren Erdbeben zum Opfer fiel. Heute misst es eine Höhe von 98 Metern, während es der Überlieferung nach, zu Anfang nur zehn Meter hoch war. Auch die reichen Verzierungen, die aus unzähligen Edelsteinen, zahllosen Goldplatten, Glocken und Buddhastatuen bestehen, entstanden erst mit der Zeit.
Die Pagode besteht aus vielen Aspekten, etwa aus Schreinen, Klöstern, Tempeln, dem zentralen, glockenformige Chedi, unterschiedlich geformten Terrassen und einem siebenstöckigen Schirm namens Hti. Sie birgt mehrere Stupas (s. hier), wobei die größte das Zentrum bildet und von vielen kleineren umgeben ist. Alle Elemente, welche die Pagode ausmachen, besitzen einen festen Platz und eine bestimmte Funktion. Sie stehen beispielsweise für bestimmte Eigenschaften, markieren die vier Himmelsrichtungen, symbolisieren Wochentage, Tiere, Planeten, Sternzeichen, oder gar den Eintritt ins Nirvana. Andere Elemente ermöglichen lediglich den Übergang von einer quadratischen, hin zu einer runden Form. [...mehr]
Die unterschiedlichsten Glaubensrichtungen errichten zu Ehren ihrer Heiligen imposante Gotteshäuser, so auch die Religion bzw. die Lehrtradition des Buddhismus. Borobudur zählt zu den beeindruckendsten buddhistischen Tempelanlagen. Dies verdankt das Bauwerk nicht nur seiner beachtlichen Größe und Schönheit. Der Tempel auf der Insel Java in Indunesien birgt bis heute einige Geheimnisse.
Wann genau der Borobudur-Tempel erbaut wurde, weiß heutzutage keiner mehr. Augrund von Inschriften im Inneren des Tempels wird allerdings vermutet, dass das Bauwerk um 800 entstanden ist. Auch die Tatsache, dass Borobudur lange Zeit vollkommen ungenutzt blieb, da im zehnten und elften Jahrhundert ein politischer Wechsel dafür sorgte, dass religiöse Gebäude an Ansehen verloren, verleiht der Tempelanlage einen mystischen Charakter. Verdeckt durch Gestrüpp, Blätter, Steine, Erde und Asche vulkanischen Ursprungs „schlummerte“ die gigantische Tempelanlage vor sich hin, bis sie von einem Forscher namens Thomas Stamford Raffles wiederentdeckt wurde. Es folgten Restaurierungen und Säuberungen, welche mehr und mehr Teile des Tempels freilegen und dem damals schon fortgeschrittenen Verfall entgegenwirken sollten. Besonders hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die Bauarbeiten, welche kurz nach 1905 gemacht wurden. Der Archäologe Dr. Theodor van Erp sorgte dafür, dass nach einer umfangreichen Begutachtung des Zustandes, zur Wiederherstellung und zum Schutz des Gebäudes, viele Aspekte erneuert und begradigt wurden. Besonders gründliche Restaurierungsmaßnahmen nahmen 1973 ihren Anfang und wurden 1983 beendet. Diesen ist es hauptsächlich zu verdanken, dass Borobudur heute der Öffentlichkeit zugänglich ist.
Die Architektur des Tempels ist einzigartig. Das Gebäude wurde auf einem Hügel, in Form einer Stufenpyramide, errichtet. Der Grundriss ist als quadratisch anzusehen. Er weist eine Länge von 123 Metern auf. Allerdings gibt es vier Plattformen, welche sich mehr und mehr verkleinern. Diese werden von drei Terrassen überragt, welche um eine gemeinsame Mitte angeordnet sind und sich ihrerseits ebenfalls verengen. In der Mitte thront ein buddhistisches Denkmal mit einem Durchmesser von 11 Metern, welches von über 70 kleineren Monumenten umkreist wird. Man sagt das Gebäude stelle das Universum dar, welches buddhistischen Vorstellungen (s. hier) nach, aus den drei Welten Arupyadhatu (Unkörperliche Welt), Rupadhatu (Feinkörperliche Welt) und Kamadhatu (Sinnenwelt) besteht. [...mehr]
Auf dem Mar-po-ri-Berg in Lhasa, der Hauptstadt der autonomen Region Tibet der Volksrepublik China, erstreckt sich ein riesenhafter Palastbau, der Potala-Palast. Einst diente er als offizielle Residenz des Dalai Lama, welcher als Experte des Vajrayana-Buddhismus gilt und aus diesem Grund ein hohes Ansehen genießt. Heute fungiert der Palast als Museum und gleichzeitig als Pilgerstätte für Buddhisten aus Tibet.
Der Potala-Palast besteht genau genommen aus mehreren eigenständigen Konstruktionen. Während der „Potrang Karpo“, der weiße Palast, bereits im Jahre 1648 erbaut wurde, kam es erst fast 50 Jahre später, Anno 1694, zur Fertigstellung des „Potrang Marpo“, des roten Palasts. Allerdings wurde das Bauvorhaben mehrere Male erweitert. So ist es etwa dem 13. Dalai Lama zuzuschreiben, dass der rote Palast im Jahre 1922 um zwei Etagen erweitert wurde. Auch der Norbulingka ist unter anderem als Teil des Ensembles anzusehen. Den Bau dieses „Sommer-Palastes“ veranlasste der siebte Dalai Lama Mitte des 18. Jahrhunderts.
Das 350 Meter lange und 300 Meter breite Bauwerk, welches mit Wandmalereien und vergoldeten Elemente verziert ist, beinhaltet ganze 999 Räumlichkeiten auf 13 Etagen. Natürlich wurde diese Fläche nicht ausschließlich dem Dalai Lama zur Verfügung gestellt. In den Gebäuden befanden sich zusätzlich zu dem Bereich besagter Autorität, Wohnraum für Mönche, mehrere Terrassen, Kapellen sowie Säle, welche für Meditationen und Zeremonien genutzt werden konnten. Außerdem beherbergen drei Stockwerke des imposanten Bauwerks die prachtvoll hergerichteten Gräber ganzer acht ehemaliger Dalai Lamas. Während der chinesischen Kulturrevolution war in dem Gebäude zudem die chinesische Besatzungsarmee untergebracht. Der weiße Palast fungierte außerdem als Sitz der Regierung.
Das “Historische Ensemble Potala-Palast in Lhasa” wurde im Jahre 1994 in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes (s. hier) aufgenommen. [...mehr]











