Das Ulmer Münster ist nicht nur die größte protestantische Kirche, sondern hat mit einer Höhe von 161,53 Metern auch den höchsten Kirchenturm der Welt! 1377 wurde bereits der Grundstein für das zunächst katholische Gotteshaus gelegt. Fertiggestellt werden konnte der gotische Bau jedoch erst 1890.

Ulmer Münster © flickr / roblisameehan

Im 14. Jahrhundert lag die Ulmer Pfarrkirche rund einen Kilometer außerhalb der Stadtmauern. Aufgrund von Unruhen waren die Bürger regelmäßig an ihrem Kirchengang gehindert und beschlossen so, eine neue Kirche innerhalb der Stadttore bauen zu lassen. Damals hatte Ulm keine 10000 Einwohner, doch schafften sie es gemeinsam, den Neubau zu finanzieren.

Während des ersten Bauabschnitts 1377-1543 wechselten die Bauherren ständig und somit auch die Pläne für die neue Anlage. Einflüsse aus der Architektur Prags und des Straßburger Münsters wurden eingebunden. Doch die zum Teil enormen Planänderungen verursachten massive Schäden, so dass Ende des 15. Jahrhunderts große Teile der Kirche abgerissen und Sicherheitsmaßnahmen, wie zum Beispiel Verstärkung der Fundamente, durchgeführt werden mussten.    [...mehr]


„Der Schlüssel zum Königreich“ - Schloss Kalmar war im 12. Jahrhundert eine Verteidungsanlage und spielte im politischen Leben eine bedeutende Rolle. Heute ist es das beste erhaltene Renaissance-Schloss in Nordeuropa.

Nicht fern von der ehemaligen Grenze zu Dänemark liegt auf einer kleinen Halbinsel in der Ostsee das Schloss Kalmar. Getrennt wird es vom Festland durch einen Burgraben und ein Verteidungsturm sollte Angriffe von Piraten und anderen Feinden vermeiden.

Schloss Kalmar © flickr / wikipedia.de

Die Geschichte des Schlosses geht über 800 Jahre zurück. Mit der Zeit wurde es ausgebaut und erweitert, sogar ein kleiner Hafen entstand. Seine heutige Erscheinung hat es Umbaumaßnahmen im 16. Jahrhundert zu verdanken.    [...mehr]


Dubai, Millionenstadt an der Nordküste der Vereinigten Arabischen Emirate, ist wahrlich Stadt der Superlative! Nirgendwo auf der Welt entstanden so viele Aufsehen erregende Bauprojekte wie in Dubai. Im September 2008 eröffnete das spektakulärste Hotel der Welt: Das Atlantis - The Palm.

Schon die Lage auf einer der Palm Islands an der Küste Dubais ist einzigartig! Die Palm Islands sind drei künstlich aufgeschüttete Inseln in Form einer Palme. Bei ihrer Fertigstellung sollen sie eine Fläche von 50 km² erreichen! Eine sechsspurige Straße führt über den Stamm der Palme Jumeirah, wird zum Tunnel, der unter dem Meer dirket am palastähnlichen Hotel endet.

Atlantis - The Palm © flickr / halim44

Mit 1539 Zimmern und Suiten ist das Atlantis eines der größten Unterkünfte in Dubai. Die zwei luxuriösen Unterwassersuiten sind dabei wohl das Highlight des Hotels. Die Zimmer grenzen an ein riesiges Aquarium, das elf Millionen Liter Wasser fasst und tausende exotische Meeresbewohner beherbergt: Aus dem Bett kann man dort vier Meter lange Walhaie, Delfine und bunte Fische beobachten.    [...mehr]


Auf einer kleinen Insel des Schweriner Sees liegt es gelegen: das Schlüsselwerk des romantischen Historismus. Doch die Ursprünge des Schweriner Schlosses gehen bereits auf das neunte Jahrhundert zurück.

Heute ist die imposante Anlage vor der Schweriner Innenstadt Sitz des Landtages vom Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, in vergangenen Jahrhunderten war das Schweriner Schloss Residenz der mecklenburgischen Herzöge.

Schweriner Schloss © flickr / Michael Panse MdL

Seine Architektur hat sich im Laufe der Zeit stark gewandelt. Entstanden ist das Schloss auf den Wallanlagen der Festung eines Slavenstamms, der bis etwa 1160 dort ansässig war. Heinrich der Löwe schlug die Obotriten und baute die zerstörte Burg wieder auf. Zu dieser Zeit wurde die Grafschaft Schwerin gegründet und Schwerin zur Stadt erhoben. Das Schweriner Schloss wurde Bischofssitz.

In der folgenden Zeit wurde die Festung auf der Schlossinsel je nach Gusto des jeweiligen Herrschers auf- und umgebaut. Das führte dazu, dass heute Ursprünge aus dem Mittelalter nicht mehr erhalten sind.    [...mehr]


Am Rande des sagenumwobenen Loch Ness in den schottischen Hightlands liegt sie gelegen: Die Ruine von Urquhart Castle. Als eine der größten Burgen Schottlands gehört sie ebenso zu den sehenswertesten. Von hier aus soll auch schon das legendäre Ungeheuer Nessie, das angeblich in dem See haust, gesichtet worden sein.

Urquhart Castle © flickr / Shadowgate

Das Mittelalter war eine turbulente Zeit im Norden der britischen Insel. Auf diese Zeit gehen auch die ersten Abschnitte der Anlage zurück. Um 1230 gab es in der Gegend Revolten gegen den König Alexander II, die er aber niederschlagen konnte. Um seine Machte zu erhalten, übergab er seinem Schwiegersohn Alan Durward die Grafschaft Urquhart.

Urquhart Castle © flickr / lyng883

Urquhart Castle war über Jahrhunderte Zentrum gewaltsamer Auseinandersetzungen, wurde immer wieder beschädigt, erobert, wieder aufgebaut oder erweitert. Nach einer Reihe von Schlachten fiel ganz Schottland England zu, somit auch Urquhart Castle. Allerdings konnte sie einige Jahre später wieder zurückerobert werden.

Nachdem in Inverness und Fort William stärkere Festungen errichtet wurden, verlor Urquhart Castle im 16. Jahrhundert an Bedeutung. Im 17. Jahrhundert wurde sie den Menschen der Gegend übergeben, die sie als Steinbruch nutzen. Am Ende des Jahrhunderts wurde sie schließlich vollständig aufgegeben und verwüstet, um eine Besatzung durch die Jakobiten zu verhindern. Danach wurde sie nicht mehr aufgebaut.

Heute ist die Festung für Besucher gut erschlossen. Allerdings sind aufgrund der großen Zerstörung in der Vergangenheit fast nur Mauern zu besichtigen, deren Funktionen auf Schildern gut aufgezeigt werden. Man hat auch die Möglichkeit, ins alte Verlies abzusteigen oder die Wehrplattform des Ostturms anzusehen.

Öffnungszeiten:
April bis September: 9.30 Uhr bis 18.00 Uhr
Oktober bis März von 9.30 Uhr bis 17.00 Uhr




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Im Tal der Eltz, zwischen dem Maifeld und der Vordereifel in Rheinland-Pfalz, liegt in malerischer Natur die Burg Eltz gelegen. Erbaut am Anfang des 12. Jahrhunderts, hielt sie den Kriegen im 17. und 18. Jahrhundert sowie der Französischen Revolution stand und wurde nie verwüstet. Früher zierte sie sogar viele Jahre den 500 DM Schein.

Erste Erwähnung findet die Burg Eltz 1157 in einer Schenkungsurkunde von Kaiser Friedrich I. Barbarossa, die Rudolf von Eltz als Zeuge unterzeichnete und besiegelte. Aus dieser frühen Zeit sind sogar noch heute Bauten erhalten.

Burg Eltz © flickr / mhanson

Zwar entspricht die Burg in ihrer Erscheinung romantischen Vorstellungen über das Mittelalter, doch ist ihre Baugeschichte untypisch.
Um Erbstreitigkeiten zu vermeiden, wurde die Burg 1268 unter drei Nachkommen aufgeteilt und wurde fortan als Gemeinschaftserbe geführt. Daher rührt auch die dichte Bebauung der engen Anlage und die Vielzahl an Türmchen und Erkern, denn jede Linie des Hauses Eltz gestaltete ihr Teil des Anwesens nach ihrem Geschmack.

Im 19. Jahrhundert investierte Graf Karl zu Eltz die enorme Summe von 184000 Mark in die Restaurierung seiner Stammburg, was einem heutigen Wert von etwa acht Millionen Euro entspricht. Dabei wurde sich sehr an der historischen Architektur der Burg orientiert und es fanden keine erheblichen, wie sonst üblich, Umbauten mehr statt.

Die Burg Eltz © flickr / stofoto

Auch heute ist die Burg Eltz noch im privaten Besitz der Familie zu Eltz und wird aus privaten Mitteln unterhalten.

Bei einem Besuch einer der schönsten und besterhaltenen Burgen Deutschlands in ursprünglicher Natur fühlt man sich fast zurück in vergangene Jahrhunderte versetzt!

Öffnungszeiten:

  • Ostern bis 1. November
  • Besichtigungszeiten: täglich von 9.30 bis 17.30 Uhr (letzter Einlass)

Eintrittspreise für die Führung durch die Burg & Besuch der Schatzkammer

  • Erwachsene: € 8,00 pro Person
  • Erwachsene in Gruppen ab 20 Personen: € 7,00 pro Person
  • Schüler, Studenten, Behinderte:  € 5,50 pro Person
  • Schüler in Klassen: € 5,00 pro Person
  • Familienkarten (Zwei Erwachsene und zwei oder mehr Kinder): € 24,00 Gesamtpreis

Gruppen ab 20 Personen werden gebeten, sich anzumelden. Es können ebenfalls Führungen auf   Englisch, Französisch und Niederländisch angeboten werden, sowie spezielle Führungen für Kindergruppen.
Kontakt:
Gräflich Eltz’sche Kastellanei
Burg Eltz
D-56294 Münstermaifeld
Telefon: (0 26 72) 9 50 500
Telefax: (0 26 72) 9 50 50 50
burg@eltz.org




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Als es 1902 fertiggestellt wurde, war das Flatiron Building mit seinen 20 Geschossen und 86 Metern Höhe der höchste Wolkenkratzer der Welt. Heute hebt es sich hauptsächlich wegen seiner außergewöhnlichen Form hervor.

Kommt man heute zum Madison Square, dort wo sich die Fifth Avenue und der Braodway treffen, kann man den ältesten erhaltenen Hochbau New Yorks erblicken. Zunächst nach seinem Erbauer Fuller Building genannt, wurde das Bürogebäude aufgrund seines dreieckigen Grundrisses schnell in Flatiron Building, Bügeleisengebäude, umbenannt. Die ungewöhnliche Form rührt daher, dass sich die Straßen an dieser Stelle nicht, wie in den USA üblich, im rechten Winkel treffen und der Platz optimal genutzt werden sollte.

Das Flatiron Building © flickr / Piutus

An seiner schmalsten Stelle beträgt die Breite dieses imposanten Bauwerks lediglich zwei Meter. Betrachtet man es von vorne, bekommt man den täuschenden Eindruck, es sei vollständig flach. Von David Burnham entworfen, nimmt das Bügeleisengebäude architektonisch Anklang an dem so genannten Beaux-Arts-Stil, die im späten 19. Jahrhundert sehr beliebt war. Dennoch war es hochmodern und besaß als eines der ersten Gebäude ein Stahlskelett. Die Fassade ähnelt in ihrer Gestaltung klassischen griechischen Säulen. Dieser Eindruck wird unter anderem durch die großen Fenstern in den ersten drei Stockwerken erreicht. Dennoch wurde ihm von manchen Seiten keine lange Lebenszeit vorhergesagt. Man befürchtete, dass aufgrund der außergewöhnlichen Form Winde eingefangen und das Gebäude einstürzen würde. Doch steht es noch heute und zählt neben der Freiheitsstatue, dem Empire State Buildung und dem Chrysler Building zu den bekanntesten Wahrzeichen der New Yorks und ist auf jeden Fall einen Besuch wert.




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Die Dresdner Frauenkirche ist für die Menschen ihrer Stadt ein Symbol des Durchhaltevermögens und des Zusammenhaltes. Nach ihrer Zerstörung kämpfte eine ganze Region für ihren Wiederaufbau und heute ist sie schöner denn je.

Frauenkirche in Dresden - Geschichte und Wiederaufbau©flickr / Daxis

Die evangelisch-lutherische Kirche in Dresden wurde während des Barockzeitalters gebaut und gilt als die architektonisch imposanteste Kirche in ganz Europa und sucht auch hier in Deutschland seines gleichen.

Ihr Vorgänger, die Marienkirche, wurde irgendwann zu klein und so begann George Bähr im Jahre 1722 einen Neubau zu planen. Im Jahre 1726 legte man den Grundstein und schon im Jahre 1734 feierte die Dresdner Frauenkirche ihre Eröffnung. In diesem Jahr war allerdings nur der Innenraum ausgestattet. Wichtige Details, die das Gebäude heute ausmachen, fehlten noch. Der pompöse Altar, die Silbermannorgel und “die steinernde Glocke” mussten noch fertiggestellt werden.    [...mehr]


Von außen wirkt sie fast unscheinbar. Die Felsenkirche Temppeliaukio in Finnlands Hauptstadt enthüllt ihren Besuchern erst nach dem Betreten der Höhle ihre Pracht und Besonderheit.

Innenraum der Felsenkirche © flickr / Matti Mattila

Die meisten Vertreter ihrer Art entstanden bereits im Mittelalter oder sogar in der christlichen Antike. Doch da ist die Temppeliaukio-Kirche anders. Als eine der jüngsten Felsenkirchen wurde sie erst 1969 fertiggestellt. Sie befindet sich in einem ehemals zwölf Meter hohen Granitfelsen, in den eigens ein Loch gesprengt wurde. Der entstandene runde Innenraum hat einen Durchmesser von 24 Metern und wird von einer 13 Meter hohen Kuppel überspannt. Sie ist ohne Frage das Hightlight dieses Gebäudes! Sie besteht aus einem gewickelten Kupferdraht, der sage und schreibe 22 Kilometer misst.

Mit Felsenhöhle verbindet man im Allgemeinen Dunkelheit und Schwere, doch davon kann bei der Temppeliaukio-Kirche nicht die Rede sein. 180 schmale Fenster befinden sich an der glänzenden Kuppel, so dass der Raum in eine einzigartige Lichtatmosphäre getaucht wird. Aufgrund ihrer unbearbeiteten sechs bis acht Meter hohen Wände ist die Kirche bekannt für ihre vortreffliche Akustik. Deshalb kann man in ihren Mauern häufig Orgel- und Klavierkonzerten erleben. Die Temppeliaukio-Kirche gehört zur evangelischen Kirchengemeinde Taivallahti und hat keine eigenen Kirchenglocken.

Große Berühmtheit erlangte die Kirche als herausragendes Musterbeispiel des architektonischen Expressionismus und lockt jedes Jahr über 500000 Touristen an. Jeder Besuch in Helsinki, Finnlands Hauptstadt, sollte durch die Besichtigung dieses außergewöhnlich Bauwerks bereichert werden!




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Schon von weitem sieht man die eindrucksvolle Silhouette der felsigen Insel mitten im Wasser. Langsam nähert man sich ihr auf einem schmalen Damm, bis man endlich vor diesem Meisterwerk mittelalterlicher Baukunst steht. Doch bis zum eigentlichen Kloster ist es noch ein weiter Aufstieg.

Mont Saint-Michel © Flickr/babinet

In einer Vielzahl unterschiedlicher Stile übereinander gebaut, ragt das ehemalige Kloster aus den Fluten hervor. Über eine verschlungene und von kleinen Läden gesäumte Gasse erreicht man das riesige Portal aus dem Mittelalter.

Der Erzengel Michael höchstselbst soll den Bau der Kirche befohlen haben. Über dem ursprünglichen Bau wurden seit dem Jahre 709 viele weitere Abschnitte fertiggestellt, die in einem Rundgang besichtigt werden können. Über den Kreuzgang erreicht der Besucher eine weite Plattform, von der man sowohl das Meer als auch das entfernte Festland betrachten kann. Vom Refektorium kommt man in die Halle der “dicken Säulen”, die der Statik des Gebäudes dient. Zu bestimmten Zeiten trifft man auf seiner Besichtigung in etlichen Räumen Musiker, die mit klassischer Musik für eine entsprechende Untermalung sorgen. Das in Fresken und Reliefs wiederkehrende Motiv des Erzengels findet seine beindruckendste Darstellung in einer überlebensgroßen Statue mit weit ausgebreiteten Flügeln, einer mittelalterlichen Rüstung und einem darunter kauernden Drachen.    [...mehr]


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