114 Meter ragen die beiden Türme des „Puerto de Europa“, des Hafen Europas, in den Himmel Madrids. Erbaut aus Granit, Metall und Glas und mit ihrer Neigung sind sie die wohl spektakulärsten Hochhäuser der Hauptstadt Spaniens.

Torres KIO © flickr / aditza121

Wer genug historische Kirchen und Gebäude in Spaniens Hauptstadt besichtigt hat, dem sein ein Ausflug in den modernen Norden der Stadt geraten. Im Stadtteil Chamartín, direkt am gleichnamigen Bahnhof, befindet sich der berühmte Puerto de Europa.    [...mehr]


1996 wurde eine neue Sehenswürdigkeit in Paris eröffnet: Das neue Gebäude der Nationalbibliothek Frankreichs. Erinnernd an den Initiator des Baus, dem ehemaligen Staatspräsidenten François Mitterand, trägt sie seinen Namen.

Bibliothèque nationale de France © wikipedia

Bereits 1988 kündigte der ehemalige Präsident Frankreichs, François Mitterand, den Bau eines neuen Gebäudes der Bibliothèque nationale de France an, doch sollte es noch acht Jahre dauern, bis die 60.000 Quadratmeter große Anlage eröffnete. Grundstein wurde bereits 1990 gelegt, doch aufgrund von Fehlplanungen verzögerte sich der Bau der Nationalbibliothek, so dass das neue Gebäude erst 1996 fertiggestellt werden konnte.    [...mehr]


Zu seiner Zeit galt das Woolworth Building als das achte Weltwunder. Heute ist der Wolkenkratzer nur noch einer von vielen in New York, doch seine außergewöhnliche Architektur macht es wahrlich zu einem imposanten Bauwerk!

Woolworh Building © flickr / Robnaldo

Fertiggestellt im Jahre 1913 nach drei Jahren Bauzeit, war das Woolworth Building für 17 Jahre der höchste Wolkenkratzer Welt. 241 Meter ragt es in die Luft New Yorks – geradezu ein Zwerg nach heutigen Maßstäben. Das heute höchste Gebäude der Welt, das Burj Dubai, ist mit seinen 818 Metern mehr als dreimal so hoch.

Dennoch: 1913 war das Woolworth Building eine Sensation in den USA. Nicht nur die Höhe beeindruckte die Menschen, vor allem die Architektur stellte andere Hochhäuser in den Schatten. Orientiert am Houses of Parliaments in London, zieren zahlreiche Wasserspeier, Ornamente, Türmchen und Zinnen seine Fassade und erinnert an eine gotische Kathedrale. Nicht zu unrecht trägt das Woolworth Building daher den Spitznamen „Kathedrale des Kommerz“.    [...mehr]


Ganz wie auch die Kollegen aus Wolfsburg mit ihrer Autostadt präsentieren BMW ebenfalls ihre Konzerngeschichte als Erlebniswelt. Ganz neu ist dies nicht, denn das Museum wurde bereits 1973 eröffnet, doch inzwischen fügt es sich nahtlos und konzeptionshomogen in den Komplex aus Werk, Haus der Vierzylinder und BMW-Welt ein.

Seit dem 21. Juni 2008 erstrahlt das Museum in neuem Glanz, gute 30 Jahre nach seiner Erbauung hat BMW sein Museum runderneuert. Aber schon in seiner Urform war es etwas ganz besonderes.

BMW Museum © flickr / digital cat

Aus der Luft sieht man nur das Logo, denn auf dem Dach trägt der Rundbau das BMW-Emblem. Doch steht man davor, erkennt man, dass sowohl das Vierzylinder-Haus als auch der Museumsbau miteinander harmonieren. Und dies kommt nicht von ungefähr, sind doch beide Häuser von dem Wiener Architekten Prof. Dr. Karl Schwanzer erdacht worden.

Und beide Bauten für sich sind schon ungewöhnlich. Das Hochhaus ist Stockwerk für Stockwerk am Boden erbaubt worden. Die Einzelnen Segmente wurden anschließend aneinander gehängt. So wie der “Vierzylinder” gewissermaßen ein Hängehaus ist, so gleicht der Museumsbau einer selbsttragenden Karosserie.    [...mehr]


Das Adler Planetarium war 1930 das erste Planetarium in der westlichen Hemisphäre. Sein zeitloser Baustil im Stil eines römischen Tempels ist mit modernern Architektur in Einklang gebracht worden.

Das Adler Planetarium wurde 1930 von Max Adler eröffnet. Der Geschäftsmann interessierte sich für Astronomie und wollte deshalb ein Monument schaffen, das der Nachwelt erhalten bleiben sollte.anders als der Sears-Tower ist es nicht nur Zeichen einer Wirtschaftsmacht, sondern auch das resultat einer Passion.

Planer des Bauwerks war der Chicagoer Architekt John Grunsfeld, der sich entschloss, einen zwölfeckigen Granitbau anzufertigen, dessen Silhouette von einer Kuppel entschärft wird. Das eigentliche Granitgebäude hat einen Treppenaufgang, der den Gesamtbau im Sinne einer altrömischen Tempelanlage erscheinen lässt.

Adler Planetarium Frontansicht © flickr / Go Card USA

An den zwölf Seitenwänden ist jeweils eine Bronzeplatte angebracht, die von dem italienischen Künstler Alfonso Ianelli gestaltet wurden. Die zwölf Art Deco - Platten erinnern an Steinarbeiten, wie man sie in altrömischen oder griechischen Stätten bewundern kann, weisen aber gleichzeitig strenge Linien auf. Insgesamt verstärken sie den Eindruck, den man von der gesamten Bauweise erhält.

1933 wurden die Strahlen des Sterns Arcturus umgeleitet und in elektrische Energie umgewandelt, so entzündete das Adler Planetarium die Lichter der Weltausstellung.

1999 wurde dem alten Gebäude eine Erweiterung an der Rückseite angefügt. Diese ist aus Glas und Stahl und wirkt unauffällig im Hintergrund wie ein Rahmen um das Granitgebäude selbst. Die dezente Kontrastbildung zu dem alten Baustil, verstärkt die Wirkung eines Tempelbaus und passt sich dynamisch in das Konzept ein. In diesem Fall bilden alter und neuer Stil eine Symbiose.

Auch die Wahl des Granitgesteins und die exponierte Lage auf der künstlichen Insel Northerly Island, erinnern an Tempelbauten in Rom, in der Türkei oder Griechenland.

Im Inneren des Gebäudes befinden sich drei Theater in denen Shows und Vorträge stattfinden. Für das neueste Programm steht jederzeit die Webseite des Adler Planetarium bereit. Natürlich kann man hier auch das Universum bestaunen. Ein Projektor der Firma Zeiss, zeigt jedem Besucher die unendlichen Weiten des Universums.

Das Adler beinhaltet einige Ausstellungsstücke, die in einer Dauerausstellung gezeigt werden. Darunter Objekte, die Max Adler selbst sammelte und die allesamt die astronomischen Fortschritte und das Wissen z. B. aus dem alten Persien dokumentieren.    [...mehr]


Ein Denkmal für die bayerischen Armee und ihren siegreichen Feldherren mitten in München – die Feldherrnhalle am Odeonsplatz,

Der Odeonsplatz in München ist wahrlich ein Ort der Prachtbauten: Die Theatinerkirche, die Residenz und das Leuchtenberg-Palais sind nur einige der imposanten Anlage, die den Odeonsplatz in ihre Mitte nehmen.

 Feldherrnhalle © wikipedia

Bereits Ende des 18. Jahrhunderts entstanden die Pläne für einen zentralen Platz, der die Altstadt und die neue Ludwigstraße verbinden sollte. Viele Stadtachsen treffen hier zusammen und verursachten einen verwirrenden Knotenpunkt.    [...mehr]


Spirituelle Besinnung im kommerziellen Trubel der Stadt? Gibt es, und zwar  mit einem der bekanntesten Tempel Chinas, dem Longhua-Tempel, welcher auch Tempel der Drachenblume genannt wird.

Gemeint ist die größte und wohl schönste Anlage dieser Art in Shanghai, der übrigens größten Hafenstadt Chinas. Die anmutige Pagode aus dem Jahr 977 steht direkt vor dem Haupttor. Der vermutlich im 3. Jahr nach Christus gegründete Tempel - welcher im 15. und 19. Jahrhundert neu aufgebaut und 2003 renoviert wurde - war während der Kulturrevolution geschlossen und niemand hatte Zugang zu dem imposanten Bauwerk.

Luftsprung © Flickr by Shazari

Keine der ursprünglichen Statuen hat die Zerstörungswut der Roten Garden überlebt, trotzdem hat der prächtige “Tempel der Drachenblume” nichts von seiner beruhigenden Aura verloren. Heute leben hier wieder über 80 Mönche, deren monotone Gesänge die Luft erfüllen und den Tempel mit einer ganz besonderen Ruhe durchfluten.

Für 50 Yuan (ungerechnet ca. 5-6 Euro) kann man auf den Glockenturm steigen, welcher im Jahr 1764 erbaut wurde und einmal selber die Glocke schlagen. Dem buddhistische Glauben nach, wird man nach dem Glockenschlag von seinen Sorgen befreit. Ist man zufällig zur Mittagszeit dort, kann man sich mit einer guten Nudelsuppe stärken oder auch einmal das vegetarische Restaurant Peony im östlich angrenzenden Longhua-Hotel ausprobieren.

Goldene Buddhas © Flickr by kanegenDer Märtyrerpark mit dem “Memorial Museum” nebenan bietet das ideologische Kontrastprogramm zum Tempel. Skulpturen im Stil des sozialistischen Realismus und eine futuristische Mausoleumspyramide erinnern an die Opfer des Massakers von 1927. Die Truppen Chiang Kai-sheks richteten damals, mit Unterstützung der Geschäfts- und Unterwelt Shanghais, ein Massaker an, dem schätzungsweise 5000 streikende Arbeiter und Kommunisten zum Opfer fielen.

Schon von weitem sieht man die Pagode, die aus dem Jahre 977 stammt, welche in 5 große Räume aufgeteilt ist. Sehr faszinierend ist die Halle, in der goldene Buddhas, dicht aneinander gereiht, aufgebaut sind.

Überall riecht es nach Räucherstäbchen und es herrscht eine entspannte Atmosphäre. Wenn möglich, sollte man den Tempel während der Woche besuchen, denn da trifft man kaum auf Touristen. Denn der Longhua Tempel ist übrigens eine der schönsten Anlagen von Shanghais Tempeln wie ich finde und auf jeden Fall einen Besuch wert!

Der Longhua-Tempel ist täglich von  7.00 -16.30 Uhr geöffnet und der
Eintritt beträgt 10 Yuan .    [...mehr]


Wirkungsstätte Johann Sebastian Bachs und des Reformators Martin Luther: Die Thomaskirche in Leipzig genießt weltweite Bekanntheit.

Thomaskirche  © wikipedia

Bis ins 12 Jahrhundert geht die Geschichte der Thomaskirche zurück: Im Jahre 1160 erhielt Leipzig, damals noch Libzi genannt, das Stadtrecht. In diese Zeit fällt auch die Entstehungszeit der Gemäuer, die bei Ausgrabungen im Chorraum gefunden wurden.

Von dieser ursprünglichen Anlage ist heute nicht mehr viel bekannt. Doch im Jahre 1212 diente sie als Ausgangspunkt für die Errichtung des Augustiner-Chorherrenstifts, das im Laufe der Jahre stetig erweitert wurde. 1482 entstand der spätgotische Hallenbau, der bis heute erhalten ist. Der Turm allerdings erhielt erst Anfang des 18. Jahrhunderts seine endgültige Gestalt.    [...mehr]


Inspiriert vom Baustil der „Neuen Sachlichkeit“ entstand ab 1925 eines der ersten Projekte des sozialen Wohnungsbaus in Berlin. War die Hufeisensiedlung im Süden der Stadt als einfache Unterkünfte für Not leidende Menschen gedacht, gehört sie heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Enorme Wohungsknappheit herrschte kurz nach dem ersten Weltkrieg in Berlin, das zum Zufluchtsort tausender Menschen wurde. Günstiger aber doch hochwertiger Wohnraum musste binnen kurzer Zeit geschaffen werden und so leitete der Bau der Hufeisensiedlung im Bezirk Neukölln die Ära des Großsiedlungsbaus in Deutschland ein.

Hufeisensiedlung © wikipedia

Der Architekt Bruno Taut und der Stadtbaurat Martin Wagner entwickelten die Pläne für die Anlage. Als Verfechter neuer Baumethoden übertrugen sie industrielle Arbeitsweisen auf das Bauwesen: Einheitliche Wohnungen und Gebäude ermöglichten die günstigere Großproduktion. Und die Hufeisensiedlung stellte tatsächlich einen erheblichen Fortschritt gegenüber den feuchten Altbauten, deren Wohnungen meist nicht einmal über eine eigene Toilette verfügten, dar.    [...mehr]


Auf einem kleinen Hügel thront das Castel del Monte über der kargen Landschaft Süditaliens. Acht Ecken, acht Türme, ein achteckiger Innenhof – der wohl geheimnisvollste Bau des Mittelalter vereint die Mystik der Zahl acht und gibt seinen Betrachtern Rätsel auf.

Castel del Monte bei Nacht © flickr / Andrea Rinaldi

Kein Festungsgraben, keine Zugbrücke, keine Gesindekammern oder Ställe: Der Nutzen der imposanten Anlage und die Gründe ihrer Errichtung im Auftrag vom Hohenstaufer-Kaiser Friedrich II. bleiben im Verborgenen. Es ist darüber hinaus die Frage, ob der Kaiser das Castel je zu Gesicht bekam. Gebaut wurde es Mitte des 13. Jahrhunderts und genau dann, im Jahre 1250, starb der Staufer.    [...mehr]


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