» Kirchen

Dom zu Lund ©imposante Bauwerke

Wenn einem die Geschichte und die Architektur Skandinaviens etwas vertraut sind, kann einem der Dom von Lund nur verwundern. Das imposante Gebäude im Zentrum der Universitätsstadt erinnert sehr an die mittelalterlichen Kirchenbauten hierzulande oder Norditaliens, ist aber für Skandinavien eher untypisch.

Dom zu Lund ©imposante BauwerkeAber gerade dies macht das Gotteshaus von Lund so interessant. Im frühen 11. Jahrhundert errichtet, sind eben jene eingangs erwähnten Einflüsse aus Deutschland und Italien fast unverkennbar. Das großflächige Grundriss-Schema mit der kräftig ausgebildeten Krypta sind typische architektonische Merkmale jener Zeit. Sein heutiges Aussehen erhielt der Dom zu Lund bei umfassenden Renovierungen im 19. und 20. Jahrhundert, dabei wurden auch die charakteristischen Türme nach Entwürfen von Helgo Zettervalls angefügt.




[...mehr]


Der Kölner Dom – Die zweithöchste Kirche Deutschlands und die drittgrößte der ganzen Welt ist das Wahrzeichen der Rhein-Metropole Köln. Seine Berühmtheit verdankt er nicht seiner Größe, wie gerne vermutet wird, sondern seiner hochgotischen Bauweise. Jedes Jahr besuchen Millionen Menschen den Kölner Dom, an einem Tag sind es sogar bis zu 20.000 Menschen.

Schon in der spätrömischen Zeit versammelten sich Christen auf dem Platz wo heute der Dom steht. Im Jahre 870 starteten die Bauarbeiten zum heutigen Meisterwerk. Die Gebeine der Heiligen drei Könige wurden im Jahre 1164 vom Kölner Erzbischof von Dassel an den Rhein gebracht. Dieser war sich der Bedeutung, seiner im Krieg erbeuteten Relikte bewusst und ließ einen prachtvollen Schrein bauen. Innerhalb von 50 Jahren arbeiteten Goldschmiede an einem der größten und prunkvollsten Sarkophage.

Kölner Dom©flickr / by JOE M500

Im Jahre 1248 brannte der alte Dom nieder. Danach begann man einen neuen nach französischem Vorbild im gotischen Stil zu bauen. Im 14. Jahrhundert konnte man große Fortschritte erkennen und bis zum Jahre 1530 wurden immer mehr Bestände aus dem alten Dom in den neuen gebracht. In den darauffolgenden Jahren musste der Bau aufgrund von Geldmangel und geringem Interesse an gotischer Bauweise unterbrochen werden.    [...mehr]


Der Insel inmitten in Paris auf der das Kunstwerk errichtet wurde, ist die Île de la Cité. Dieser Platz war schon immer heilig. Den Heiden war dies ein Heiligtum, weswegen die Römer dort einen Tempel einrichteten.
Notre Dame de Paris, wo knapp 10.000 Menschen hineinpassen, heißt übersetzt, unsere Dame von Paris und soll an die heilige Mutter Gottes erinnern. In vielen Städten Frankreichs gibt es eine Notre Dame. Die bekannteste ist allerdings diejenige in Paris.

Notre Dame de Paris © Flickr /NEPMET
Notre Dame de Paris von Westen
Die beiden Türme sind 69 Meter hoch, das Kirchenschiff ist 130 Meter lang und fast 50 Meter breit.
Bereits im Jahre 540/550 entstand dort eine Kathedrale. Das Wort Kathedrale bezeichnet übrigens den Sitz des jeweiligen Bischofs beziehungsweise den Sitz des höchsten religiösen Amtes der Region. Die Erbauung der „Notre Dame de Paris“ begann im Jahre 1163 unter Ludwig VII. Damals wollte man den Kirchengang nicht verhindern, also baute man die neue über die alte Kathedrale.    [...mehr]


Das Franziskanerkloster Graz ist eine in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaute Kirche am Ufer der Mur. Darüber hinaus war sie die erste Ordensnierderlassung auf Grazer Stadtgebiet. Heutzutage ist das Kloster im Besitz der reformierten Franziskaner (OFM), die das Gebäude in Folge der Observanzbewegung im 16. Jahrhundert übernahmen.

Kirchliches Innenleben © Flickr / theowl84

Die in Graz ansässige Brüdergemeinschaft hält in ihrer Klosterkirche täglich (!) Gottesdienste ab. Welche Aufgaben hat die Kirche noch? Sie ist für die Seelsorge als auch für die Ausblidung junger Franziskaner (mit 1.300 Mitgliedern die kleinste Kirchengemeinde aus Graz) verantwortlich und hat und übernimmt ebenfalls Verantwortung für den bemerkenswerten Bestand der Zentralbibliothek der Franziskanerprovinz von insgesamt 13.000 Titeln! Damit beherbergt dieses Gebäude eine der bedeutendsten und vor allem kostbarsten Bibliotheken des Landes Steiermark (Österreich).    [...mehr]


Die Marienkirche von Zwickau (auch St. Marien Kirche oder Zwickauer Dom genannt) bildet den zentralen Spot der Stadt und stellt ein sakrales Baudenkmal von großer Wichtigkeit dar. Der Grundstein des Baus wurde im Jahr 1180 gelegt. Anschließend folgte allerdings ein Umbau: Zwischen 1453 und 1563 verfolgte man die Absicht, die einst romanische Saalkirche zu einer dreischriftigen Hallenkirche im spätgotischen Stil umzufunktionieren.

Der 87 Meter hohe Kirchturm prägt nach wie vor das Stadtbild der sächsischen Stadt. Dieser barocke Kirchturm aus dem Jahr 1672 ersetzte den ursprünglichen Turmaufsatz, der durch einen Blitzeinschlag enormst beschädigt worden war. Ebenfalls bemerkenswert ist, dass sich gegenüber der Kirche St. Marien die Priesterhäuser befinden, die Schätzungen zufolge die ältesten städtischen Wohnbauten Ostdeutschlands darstellen.    [...mehr]


Le Seu - Kathedrale Mallorca flickr ©pravin8

La Seu, wie die Kathedralkirche der Heiligen Maria im Volksmund genannt wird, gehört ohne Zweifel zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Mallorcas. Das imposante Bauwerk, das während der Nacht von unzähligen Strahlern ausgeleuchtet wird, ist schon weit am Horizont erkennbar. Die einzigartige Architektur, die von verschiedenen Stilrichtungen beeinflusst wurde, wird der Gotik zugerechnet, womit Le Seu als eines der bedeutendsten jener Epoche in die Geschichte eingegangen ist.

Der Bau der eigentlichen Kathedrale begann am Anfang des 13. Jahrhundert unter König Jaume I. Als ZeugnisLe Seu - Kathedrale Mallorca flickr © Vix_B des Christentums wollte man auf der Baleareninsel nach der Befreiung aus muslimischer Hand ein Zeichen setzen. Wie im Mittelalter üblich war der Bauprozess erst Jahrhunderte später mit der Errichtung des Kirchenschiffes 1587 im Groben abgeschlossen. Von einer Vollendung konnte man wirklich erst nach den Arbeiten von Antoni Gaudí sprechen, der zwischen 1904 und 1914, der das Gesicht der Kathedrale noch einmal entscheidend verändert.

Das Gotteshaus gehört zum Pflichtteil eines Mallorca-Besuches. So hat man täglich ab 10 Uhr die Gelegenheit ins Innere von Le Seu zu gelangen, kann dann dort das beeindruckende Interieur sowie die zahlreichen Kunstwerke betrachten.    [...mehr]


Kathedrale von Lincoln flickr ©reneetb

Lincoln, die Stadt im Westen Englands, kann mittlerweile auf eine 2.000jährige Geschichte zurückblicken. Zwar war das Gebiet schon lange vor der römischen Eroberung besiedelt, jedoch finden sich dort die wirklichen Anfänge der Stadt Lincoln. An einer Kreuzung zweier Handelsstraßen gelegen, entwickelte sich Lincoln schnell zu einem wichtigen Handelspunkt im englischen Königreich. Die wirkliche Erhebung zu einer der wichtigsten Städte fand jedoch unter Wilhelm dem Eroberer statt, der hier im 1068 die mächtige Festung „Lincoln Castle“ errichtete und nur vier Jahre später die Kathedrale folgen ließ.

Ohne Zweifel kann die Erbauung der Kathedrale von Lincoln als Fixpunkt in der Geschichte bezeichnet werden. Das Gotteshaus im normannischen Stil war bis zum Jahr zum Jahr 1549 das höchste Kirchengebäude der Welt und für die Normannen nach ihrer Eroberung Englands ein Symbol der Macht.    [...mehr]


Die Bauarbeiten des  Petersdom (auch: Basilika St. Peter) in der italienischen Hauptstadt Rom begannen “erst” am 18. April 1506. Unterhalb des Komplexes sollte die wertvollsten Reliquie der Christenheit, das Schweißtuch der Veronika, in einem riesigen Tresor untergebracht werden.

Petersdom bei Nacht © Flickr / jeffk

Der atemberaubende, dafür jedoch auch kostenintensive Bau wurde größtenteils durch den sogenannten Peterspfennig finanziert. Jedoch hatten Roms Bürger zahlreiche Zweifel an der Architektur des Verantwortlichen Bramante zumal der Bau maßgeblich von den Geldern der römischen Einwohner finanziert wurde. In einer Schrift heißt es, Bramante hätte “ganz Rom zerstört, wenn man ihn gelassen hätte”.    [...mehr]


Nach der Zestörung der Abtei Cluny ist der Kaiser- und Mariendom zu Speyer die größte, fast vollstänig erhaltene romanische Kirche weltweit. Seit dem Jahr 1981 findet man den Namen auch auf der Liste der UNSESCO wieder. Grund genug, dieses Bauwerk mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Gebäude fällt dem Betrachter aufgrund seiner langgezogenen sofort ins Auge. Die Gesamtlänge beträgt insgesamt 134 Meter. Der Speyerer Dom ist darüber hinaus an der Ost- und Westseite mit jeweils zwei Türmen, die unterschiedlich hoch sind, bestückt: Die Osttürme messen eine Höhe von 71,20 Meter wohingegen die Westtürme “nur” 65,60 hoch sind.    [...mehr]


Die „Grande Dame“, wie die Einwohner Ronchamps ihre Kapelle einst betitelten, steht in der Haute-Saône und bildet den touristischen Höhepunkt dieses idyllischen Dorfes.

Kapelle im Winter © Flickr / scarletgreen

Erbaut vom berühmten französischen Architekten “Le Corbusier” steht die malerische Kapelle, die heute den romantischen Namen Notre-Dame-du-Haut, übersetzt: Notre Dame der Höhe, trägt, auf dem Hügel von Bourlémont und ist somit stets im Blickfeld der friedlich lebenden Bewohner und Touristen Ronchamps. Die Kapelle wurde von 1950 bis 1954 erbaut und am 25. Juni 1955 geweiht.

Frontansicht © Flickr / scarletgreenDie vom französisch-schweizerischen Architekten und Maler erbaute Kapelle ist eines der imposantesten Beispiele für die zeitgenössische sakrale Kunst und eine absolute „Kultstätte“, dessen Konzept eigenhändig von Le Corbusier erschaffen und umgesetzt wurde. Den Weg zum Bau dieser Kapelle ebneten folgende Geschehnisse: Ein Blitz schlug in die sich an diesem Standort befindliche Kirche aus dem 15. Jahrhundert, die jedoch mit Elementen aus dem 18. und 19. Jahrhundert bereichert wurde, ein und brannte diese nieder. Daraufhin errichtete man dort von 1923 bis 1936 eine gotische Kirche, die allerdings ebenfalls, jedoch durch schwere Artillerieangriffe im Zuge des Kampfes um den heiß begehrten Berg im Zweiten Weltkrieg, zerstört wurde.

Kappelle Ronchamps © Flickr / gakuRonchamp ist ein Ort, der von der langen Tradition einer Wallfahrt, die der Jungfrau gewidmet, gebrandmarkt ist. Die blütenweiße Farbe des Bauwerks steht im krassen Kontrast zum verwendeten Baumaterial Beton. Le Corbusiers Absicht war es jedoch eine Kapelle zu erbauen, die “sich den vier Himmelsrichtungen öffnen, und die vier Himmelsrichtungen aufnehmen soll”.



[...mehr]


Page 5 of 6« First...«23456»