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Auf einem Berg inmitten der Stadt thront die Liverpool Cathedral über der Stadt im Nordwesten Englands. Es sind gerade einmal gut 100 Jahre vergangen, als der Grundstein für die größte Kirche Großbritanniens gelegt wurde. Heute ist die neugotische Kathedrale Anziehungspunkt für Besucher von Nah und Fern.
Ende des 19. Jahrhunderts war Liverpool eine stark wachsende Hafenstadt im Nordwesten Englands und wurde alsbald von der anglikanischen Kirche zur Diözese erhoben. Doch was eindeutig fehlte, war ein repräsentatives Kirchengebäude.
Das durfte natürlich nicht so bleiben und der Bau der Liverpool Cathedral wurde in einem Wettbewerb öffentlich ausgeschrieben. Als Sieger der Ausschreibung um die Errichtung des Doms ging der gerade einmal 23-jährige Giles Gilbert Scott hervor. Auch später machte der Architekt von sich Reden: Er designte die typischen roten Telefonzellen, die man überall in Großbritannien findet. [...mehr]
Als eines der Wahrzeichen der Hansestadt ragt der Turm der evangelischen Hauptkirche St. Michaelis 132 Meter in den Hamburger Himmel. Schon von weitem sichtbar, begrüßt die Barockkirche die Schiffe, die in den Hafen einlaufen.
Seit 1762 prägt die Architektur der Sankt Michaelis Kirche, oder des Michel, wie sie auch genannt wird, das Stadtbild von Hamburg und zählt zu den bedeutendsten Barockkirchen im Norden Deutschlands. Besonders markant ist der Turm der Kirche, der nicht aus Stein gefertigt wurde, sondern aus einer mit Kupferplatten bedeckten Stahlkonstruktion besteht.
Der Michel hat eine turbulente Geschichte hinter sich. Der erste Bau einer großen St. Michaelis Kirche an ihrem heutigen Standpunkt in der Neustadt Hamburgs begannen bereits Mitte des 17. Jahrhunderts im Dreißigjährigen Krieg. Doch ein Blitzschlag im Jahre 1850 zerstörte die Anlage vollständig.
Man ließ sich von diesem Unglück nicht unterkriegen und errichtete ein neues Gotteshaus an gleicher Stelle. Auch dieser Bau sollte nicht lange stehen: 1906 verursachten Lötarbeiten einen verheerenden Brand und die Kirche St. Michaelis wurde in zweites Mal zerstört und ein weiteres Mal im Anschluss neu aufgebaut. [...mehr]
Wirkungsstätte Johann Sebastian Bachs und des Reformators Martin Luther: Die Thomaskirche in Leipzig genießt weltweite Bekanntheit.
Bis ins 12 Jahrhundert geht die Geschichte der Thomaskirche zurück: Im Jahre 1160 erhielt Leipzig, damals noch Libzi genannt, das Stadtrecht. In diese Zeit fällt auch die Entstehungszeit der Gemäuer, die bei Ausgrabungen im Chorraum gefunden wurden.
Von dieser ursprünglichen Anlage ist heute nicht mehr viel bekannt. Doch im Jahre 1212 diente sie als Ausgangspunkt für die Errichtung des Augustiner-Chorherrenstifts, das im Laufe der Jahre stetig erweitert wurde. 1482 entstand der spätgotische Hallenbau, der bis heute erhalten ist. Der Turm allerdings erhielt erst Anfang des 18. Jahrhunderts seine endgültige Gestalt. [...mehr]
Das Ulmer Münster ist nicht nur die größte protestantische Kirche, sondern hat mit einer Höhe von 161,53 Metern auch den höchsten Kirchenturm der Welt! 1377 wurde bereits der Grundstein für das zunächst katholische Gotteshaus gelegt. Fertiggestellt werden konnte der gotische Bau jedoch erst 1890.
Im 14. Jahrhundert lag die Ulmer Pfarrkirche rund einen Kilometer außerhalb der Stadtmauern. Aufgrund von Unruhen waren die Bürger regelmäßig an ihrem Kirchengang gehindert und beschlossen so, eine neue Kirche innerhalb der Stadttore bauen zu lassen. Damals hatte Ulm keine 10000 Einwohner, doch schafften sie es gemeinsam, den Neubau zu finanzieren.
Während des ersten Bauabschnitts 1377-1543 wechselten die Bauherren ständig und somit auch die Pläne für die neue Anlage. Einflüsse aus der Architektur Prags und des Straßburger Münsters wurden eingebunden. Doch die zum Teil enormen Planänderungen verursachten massive Schäden, so dass Ende des 15. Jahrhunderts große Teile der Kirche abgerissen und Sicherheitsmaßnahmen, wie zum Beispiel Verstärkung der Fundamente, durchgeführt werden mussten. [...mehr]
Die Dresdner Frauenkirche ist für die Menschen ihrer Stadt ein Symbol des Durchhaltevermögens und des Zusammenhaltes. Nach ihrer Zerstörung kämpfte eine ganze Region für ihren Wiederaufbau und heute ist sie schöner denn je.
Die evangelisch-lutherische Kirche in Dresden wurde während des Barockzeitalters gebaut und gilt als die architektonisch imposanteste Kirche in ganz Europa und sucht auch hier in Deutschland seines gleichen.
Ihr Vorgänger, die Marienkirche, wurde irgendwann zu klein und so begann George Bähr im Jahre 1722 einen Neubau zu planen. Im Jahre 1726 legte man den Grundstein und schon im Jahre 1734 feierte die Dresdner Frauenkirche ihre Eröffnung. In diesem Jahr war allerdings nur der Innenraum ausgestattet. Wichtige Details, die das Gebäude heute ausmachen, fehlten noch. Der pompöse Altar, die Silbermannorgel und “die steinernde Glocke” mussten noch fertiggestellt werden. [...mehr]
Von außen wirkt sie fast unscheinbar. Die Felsenkirche Temppeliaukio in Finnlands Hauptstadt enthüllt ihren Besuchern erst nach dem Betreten der Höhle ihre Pracht und Besonderheit.
Die meisten Vertreter ihrer Art entstanden bereits im Mittelalter oder sogar in der christlichen Antike. Doch da ist die Temppeliaukio-Kirche anders. Als eine der jüngsten Felsenkirchen wurde sie erst 1969 fertiggestellt. Sie befindet sich in einem ehemals zwölf Meter hohen Granitfelsen, in den eigens ein Loch gesprengt wurde. Der entstandene runde Innenraum hat einen Durchmesser von 24 Metern und wird von einer 13 Meter hohen Kuppel überspannt. Sie ist ohne Frage das Hightlight dieses Gebäudes! Sie besteht aus einem gewickelten Kupferdraht, der sage und schreibe 22 Kilometer misst.
Mit Felsenhöhle verbindet man im Allgemeinen Dunkelheit und Schwere, doch davon kann bei der Temppeliaukio-Kirche nicht die Rede sein. 180 schmale Fenster befinden sich an der glänzenden Kuppel, so dass der Raum in eine einzigartige Lichtatmosphäre getaucht wird. Aufgrund ihrer unbearbeiteten sechs bis acht Meter hohen Wände ist die Kirche bekannt für ihre vortreffliche Akustik. Deshalb kann man in ihren Mauern häufig Orgel- und Klavierkonzerten erleben. Die Temppeliaukio-Kirche gehört zur evangelischen Kirchengemeinde Taivallahti und hat keine eigenen Kirchenglocken.
Große Berühmtheit erlangte die Kirche als herausragendes Musterbeispiel des architektonischen Expressionismus und lockt jedes Jahr über 500000 Touristen an. Jeder Besuch in Helsinki, Finnlands Hauptstadt, sollte durch die Besichtigung dieses außergewöhnlich Bauwerks bereichert werden!
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Schon von weitem sieht man die eindrucksvolle Silhouette der felsigen Insel mitten im Wasser. Langsam nähert man sich ihr auf einem schmalen Damm, bis man endlich vor diesem Meisterwerk mittelalterlicher Baukunst steht. Doch bis zum eigentlichen Kloster ist es noch ein weiter Aufstieg.
In einer Vielzahl unterschiedlicher Stile übereinander gebaut, ragt das ehemalige Kloster aus den Fluten hervor. Über eine verschlungene und von kleinen Läden gesäumte Gasse erreicht man das riesige Portal aus dem Mittelalter.
Der Erzengel Michael höchstselbst soll den Bau der Kirche befohlen haben. Über dem ursprünglichen Bau wurden seit dem Jahre 709 viele weitere Abschnitte fertiggestellt, die in einem Rundgang besichtigt werden können. Über den Kreuzgang erreicht der Besucher eine weite Plattform, von der man sowohl das Meer als auch das entfernte Festland betrachten kann. Vom Refektorium kommt man in die Halle der “dicken Säulen”, die der Statik des Gebäudes dient. Zu bestimmten Zeiten trifft man auf seiner Besichtigung in etlichen Räumen Musiker, die mit klassischer Musik für eine entsprechende Untermalung sorgen. Das in Fresken und Reliefs wiederkehrende Motiv des Erzengels findet seine beindruckendste Darstellung in einer überlebensgroßen Statue mit weit ausgebreiteten Flügeln, einer mittelalterlichen Rüstung und einem darunter kauernden Drachen. [...mehr]
Wenn einem die Geschichte und die Architektur Skandinaviens etwas vertraut sind, kann einem der Dom von Lund nur verwundern. Das imposante Gebäude im Zentrum der Universitätsstadt erinnert sehr an die mittelalterlichen Kirchenbauten hierzulande oder Norditaliens, ist aber für Skandinavien eher untypisch.
Aber gerade dies macht das Gotteshaus von Lund so interessant. Im frühen 11. Jahrhundert errichtet, sind eben jene eingangs erwähnten Einflüsse aus Deutschland und Italien fast unverkennbar. Das großflächige Grundriss-Schema mit der kräftig ausgebildeten Krypta sind typische architektonische Merkmale jener Zeit. Sein heutiges Aussehen erhielt der Dom zu Lund bei umfassenden Renovierungen im 19. und 20. Jahrhundert, dabei wurden auch die charakteristischen Türme nach Entwürfen von Helgo Zettervalls angefügt.
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Der Kölner Dom – Die zweithöchste Kirche Deutschlands und die drittgrößte der ganzen Welt ist das Wahrzeichen der Rhein-Metropole Köln. Seine Berühmtheit verdankt er nicht seiner Größe, wie gerne vermutet wird, sondern seiner hochgotischen Bauweise. Jedes Jahr besuchen Millionen Menschen den Kölner Dom, an einem Tag sind es sogar bis zu 20.000 Menschen.
Schon in der spätrömischen Zeit versammelten sich Christen auf dem Platz wo heute der Dom steht. Im Jahre 870 starteten die Bauarbeiten zum heutigen Meisterwerk. Die Gebeine der Heiligen drei Könige wurden im Jahre 1164 vom Kölner Erzbischof von Dassel an den Rhein gebracht. Dieser war sich der Bedeutung, seiner im Krieg erbeuteten Relikte bewusst und ließ einen prachtvollen Schrein bauen. Innerhalb von 50 Jahren arbeiteten Goldschmiede an einem der größten und prunkvollsten Sarkophage.
Im Jahre 1248 brannte der alte Dom nieder. Danach begann man einen neuen nach französischem Vorbild im gotischen Stil zu bauen. Im 14. Jahrhundert konnte man große Fortschritte erkennen und bis zum Jahre 1530 wurden immer mehr Bestände aus dem alten Dom in den neuen gebracht. In den darauffolgenden Jahren musste der Bau aufgrund von Geldmangel und geringem Interesse an gotischer Bauweise unterbrochen werden. [...mehr]
Der Insel inmitten in Paris auf der das Kunstwerk errichtet wurde, ist die Île de la Cité. Dieser Platz war schon immer heilig. Den Heiden war dies ein Heiligtum, weswegen die Römer dort einen Tempel einrichteten.
Notre Dame de Paris, wo knapp 10.000 Menschen hineinpassen, heißt übersetzt, unsere Dame von Paris und soll an die heilige Mutter Gottes erinnern. In vielen Städten Frankreichs gibt es eine Notre Dame. Die bekannteste ist allerdings diejenige in Paris.

Notre Dame de Paris von Westen
Die beiden Türme sind 69 Meter hoch, das Kirchenschiff ist 130 Meter lang und fast 50 Meter breit.
Bereits im Jahre 540/550 entstand dort eine Kathedrale. Das Wort Kathedrale bezeichnet übrigens den Sitz des jeweiligen Bischofs beziehungsweise den Sitz des höchsten religiösen Amtes der Region. Die Erbauung der „Notre Dame de Paris“ begann im Jahre 1163 unter Ludwig VII. Damals wollte man den Kirchengang nicht verhindern, also baute man die neue über die alte Kathedrale. [...mehr]












