» Brücken
Prag, die Hauptstadt Tschechiens, ist ein wahrer Touristenmagnet. Der Zweite Weltkrieg hat hier glücklicherweise nur wenige Spuren hinterlassen, sodass die Stadt über eine sehr vielfältige Architektur verfügt. Das gesamte historische Zentrum Prags wurde im Jahre 1992 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, was die Bedeutung der verschiedenen Gebäude andeutet. Das bekannteste Bauwerk und gleichzeitig das Wahrzeichen Prags ist jedoch die Karlsbrücke.
Die 516 Meter lange und 10 Meter breite Karlsbrücke wurde bereits im 14. Jahrhundert errichtet. Sie wird zu den ältesten steinernen Brücken Europas gezählt. Die Idee zu der prachtvollen Moldau-Überführung stammte von Kaiser Karl VI. Umgesetzt wurde der Bau von dem Architekten Peter Parler (s. hier). Sie zählt zu den so genannten Bogenbrücken und ist somit in einer der ältesten Brückenkonstruktionsformen errichtet worden. Sie enthält ganze 16 der für diese Bauwerke typischen Bögen.
Zunächst trug der gut besuchte Moldau-Übergang den schlichten Namen „Steinbrücke“. Die unverwechselbaren Statuen bzw. Repliken verschiedener Heiliger, deren barocker Stil tagtäglich von etlichen Touristen bestaunt wird, waren nicht von Beginn an Teil des Bauwerks. Die 30 Figuren angesehener böhmischer Bildhauer fanden erst Anfang des 18. Jahrhundert ihren Platz auf der Brücke.
Im Laufe ihrer bewegten Geschichte trug das Bauwerk, welches seit 1870 den Namen „Karlsbrücke“ trägt, mehrere kleinere und auch größere Schäden durch verschiedenste Umstände davon. Unerwartete Wasseranstiege beispielsweise brachten mehrere Pfeiler zum Einstürzen. Und auch der Dreißigjährige Krieg hinterließ mit Sicherheit einige Spuren. Zudem wurde erst im Jahre 1978, nach einer aufwendigen Restaurierung, welche bereit 1965 begonnen hatte, beschlossen, die Brücke nur noch Fußgängern zugänglich zu machen. Bis zu diesem Zeitpunkt beherbergte das Prager Bauwerk zudem Pferde und zeitweise sogar Straßenbahn und Busse. [...mehr]
Am Potsdamer Platz ist das große Unterhaltungszentrum – das Sony Center – gelegen.
Sieben Gebäude umfassen den 26.000 m großen Sony Center Komplex im Herzen von Berlin. 4 Jahre lang wurde gebaggert und gebaut und im Jahr 2000 konnte der Entertainmentkomplex am Potsdamer Platz in Berlin eröffnet werden.
Kino, Essen und Shoppen in dem Sony Center Komplex am Potsdamer Platz
Ziel des Architekten Helmut Jahn sei es gewesen, einen Unterhaltungszentrum mit facettenreichen Angeboten zu schaffen. Gelungen ist dem Wahl- New Yorker die Kombination aus Unterhaltung, urbanem Wohnen und Unterhalung und Shoppen am Potsdamer Platz zu etablieren. Kinos, Events, Cafes, Casino, Shopping, die Sonyzentrale und das Filmhaus ziehen Millionen von Besucher in Ihren Bann.
Im Dreieck angeordnet, ragen die langen Skyscraper hoch in den Berliner Himmel, und sollen einen Hauch von New York am Potsdamer Platz etablieren. Gläserne Hochhaus-Riesen, gebaut aus viel Glas und Stahl, bilden einen Komplex aus insgesamt sieben Gebäuden.
Der Architekt des Sony Centers: Helmut Jahn
Das Herz des dreieckig angelegten Sony Center Ensembles bildet das ovale Forum samt seiner einzigartigen 67 Meter hohen Dachkonstruktion mit einer Spannweite von 102 Meter. An einem Zeltdach erinnert die Form und die weißen Stoffbahnen, die an den umliegenden Gebäuden befestigt sind.
Besonders anmutig in Farben und Licht-Illuminationen getaucht, wirkt die spektakuläre Dachkonstruktion im Sony Center von dem Pariser Lichtkünstler Yann Kersale, die abends ein Touristenmagnet bildet. Caen und Magenta lassen einen Sonnenuntergang künstlich in einem Lichtschauspiel aufleben, dass die veränderte Stimmung zwischen Tag und Nacht imitieren soll.
In der Europazentrale von dem Sony-Shop kann die aktuellste Unterhaltungstechnik bestaunt und erlebt werden. Das historische Esplanade Hotel mit dem berühmten Kaisersaal befindet sich in umliegender Nachbarschaft zu dem Unterhaltungskomplex am Postdamer Platz. 600 Millionen Euro wurden für das Sony Center verbaut, ein Besuch zum Shoppen am Potsdamer Platz, Essen oder einen Fim schauen, lohnt!
Das 306 Grad Panorama von dem Sony Center läßt sich unter diesem Link einsehen! [...mehr]
Zwischen Dänemark und Schweden überquert eine der imposantesten Brücken der Welt die Ostsee: die Öresundbrücke! Von Malmö aus endet sie auf einer künstlichen Insel mitten im Meer. Von hier aus geht es dann unterirdisch im Drogdentunnel bis nach Kopenhagen.
Die Öresundbrücke ist sicherlich der Blickfang Skandinaviens schlechthin! Nicht nur wegen ihrer Länge von fast acht Kilometern, sondern vor allem wegen ihrer einzigartigen Architektur. Die Öresundbrücke ist mit ihren 490 Metern Spannweite die längste Schrägseilbrücke der Welt, die sowohl über eine Autobahn- als auch über eine Schienentrasse verfügt. [...mehr]
Jeder kennt sie, wenn nicht vom sehen, dann auf jeden Fall aus diversen Filmen und Dokumentationen. Die Golden Gate Bridge in San Francisco.
Was für London die Tower Bridge und für Paris der Eifelturm ist, ist für die Einwohner San Franciscos die Golden Gate Bridge. Mit einer Länge von 2, 7 Kilometern, einer Breite von 27,5 Metern, sechs Fahrspuren und einem Gesamtgewicht von 129.000 Tonnen ist sie ein Bauwerk der Superlative.
Der Bau im Jahre 1933 wurde höchst kritisch betrachtet, da nur die wenigsten Experten dem damaligen Ingenieur Joseph Strauss zugetraut haben, die Brücke als stabiles und beständiges Bauwerk zu errichten. Vor allem die Wassertiefe von 97 Metern und die starken Gezeiten erschwerten den Bau erheblich.
Nur während des Gezeitenwechsels, also viermal am Tage eine Stunde lang, hatten die Arbeiter Zeit, das Fundament zu errichten.
Vier Jahre haben die Bauarbeiten gedauert und im Jahre 1937 wurde die Brücke eingeweiht. Über 200.000 Menschen wollten sich dieses Spektakel damals nicht entgehen lassen und kamen, um dieses Wunderwerk architektonischer Baukunst zu bestaunen.
Von der Brücke hat man einen traumhaften Ausblick auf das nördliche San Francisco und die damalige Gefängnisinsel Alcatraz. [...mehr]
Wir führen unsere kleine Tour durch England fort und präsentieren nach dem Palace of Westminster nun die nicht weniger interessante Tower Bridge.
Die Brücke führt Fahrzeuge und Fußgänger über den bekanntesten Fluss Englands, die Themse. Die Eröffnung im Jahre 1894 bewirkte eine Verbindung zwischen der City of London mit dem Stadtteil Southwark. Genau wie der Palace of Westminster und zahlreiche andere Bauwerke Englands wurde die Tower Bridge im neugotischen Stil errichtet. Dieser Stil war im 19. Jahrhundert sehr angesagt und erfreute sich besonders im englischen Königreich größter Beliebtheit. [...mehr]
Der „Bang Na Expressway“ (ursprünglicher Name ist Burapha Whiti Expressway) befindet sich in Thailand und ist die längste Brücke auf Erden.
Die Brücke misst unvorstellbare Länge von 54 Kilometer und bietet auf der sechsspurige Straße eines der imposantesten Bauwerke der Welt. Die gesamte Oberfläche des Bang Na Expressways beträgt zusammengerechnet etwa 1,9 Millionen m². Der Bau begann 1995 und wurde im Jahre 2000 fertiggestellt und die Kosten beliefen sich auf beachtliche 1 Millarde Dollar. Der Expressway beginnt im Osten von Bangkok und zieht sich bis zur Provinz Chonburi. Sie sollte zur Entlastung des Verkehrs dienen. Der Bau entstand in Zusammenarbeit thailändischen Bauunternehmens und dem deutschen Konzern Bilfinger Berger Ingenieurbau.
Bei der Konstruktion wurde nicht nur die längste Brücke der Welt errichtet, sondern auch die Herstellungsweise bot eine Neuheit und Sensation. Um eine ausreichende Stabilität zu bieten, wurden einzelne Segmente wie bei einem Fachwerk zusammengesetzt. Währen der 5-jährigen Bauphase wurden jeden Monat etwa 18000 dieser Fahrbahnsegmente hergestellt, was auf enorme Produktionskapazität schließen lässt und weltweit einzigartig in dem Bereich ist. Mit der Hochstraße hat Bangkok den vielen Autos im Verkehrsnetz für eine Entlastung gesorgt.
Seid der Fertigstellung hat der Expressway leider an einigen Streckenabschnitten der Stützpfeiler (insgesamt 1278 Pfeiler) Risse aufgewiesen und bedarf einer Sanierung. Die Stabilität soll davon jedoch betroffen sein.
Mit 38,4 km ist die zweitlängste Brücke der Welt der „Lake Pontchartrain Causeway“ in den USA. Die längste Brücke in Deutschland – Hochstraße Elbmarsch – kann mit ihren 4,258 km mit Thailand nicht mithalten.
Übrigens die höchste Brücke der Welt mit Namen Viaduc de Millau befindet sich in der französischen Stadt Millau und ist 343 Meter hoch. [...mehr]
London ist eine Stadt, die mit interessanter Architektur nur so gefüllt ist. Der Buckingham Palace, der Westminster Palace und der Tower of London sind Beispiele altehrwürdiger Gebäude, aber auch moderne Meisterleistungen finden sich hier: Zum Beispiel das Gebäude der Tate Modern. Die Tower Bridge verdient dabei besondere Erwähnung.
Die Tower Bridge sticht unter den Themse- Brücken Londons besonders hervor: Zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung im Jahr 1894 war sie die komplizierteste Brücke der Welt, die mit sogenannten Basküle- Elementen arbeitete. Als Basküle werden dabei die beiden Teile der Fahrbahn bezeichnet, die sich hydraulisch um bis zu 83 Grad anheben lassen. So entsteht ein Durchlassfenster, welches in seiner vollen Größe heutzutage nur noch von Kreuzfahrtschiffen benötigt wird.
Die Hydraulik der Brücke funktionierte früher per Dampfdruckerzeugung, heutzutage wird sie mit Öl und Strom betrieben. Innerhalb der Brücke existiert eine Ausstellung, im Zuge derer unter anderem die alten Fußgängerwege der Brücke, welche über die Fahrbahn hinweg führen, verglast wurden.
Diese Ausstellung besteht mittlerweile seit 25 Jahren und ist mit ihrer Kombination von Videomaterial und Artefakten, wie dem alten Antriebssystem der Brückenhydraulik, auf jeden Fall empfehlenswert.
Die Tower Bridge selbst existiert nunmehr seit über hundert Jahren und ergänzt den Kanon von imposanten Bauwerken durch zwei Dinge: Stil und Innovation. Vielleicht passt sie auf den ersten Blick nicht zu den Hochglanz- Wolkenkratzern anderer Länder, doch macht gerade das ihren besonderen Reiz aus.











