» Anlagen
Das schöne Schloss Benrath liegt direkt im Stadtteil Benrath in Düsseldorf. Es zählt zu den Sehenswürdigkeiten überhaupt in Nordrhein-Westfalen. Wer Karten für das morgen bevorstehende Musikfestival dort bekommen hat darf dieses Event im Schloss nicht versäumen.
Das Schloss Benrath wurde von 1755 bis 1773 erbaut und zwar im Auftrag des Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz. Das Schloss steht unter Denkmalschutz. Es vereint ein Ensemble von Weihern und Kanalsystem mit Lustschloss und Jagdpark. Die Sehenswürdigkeit Düsseldorfs wurde nun auch für die Liste zur Aufnahme des UNESCO- Weltkulturerbes vorgeschlagen.
Norwegen besticht nicht nur durch sein natürliches nordisches Flair. Auch architektonisch hat das Land in Nordeuropa, das von Schweden, Finnland und Russland flankiert wird, einiges zu bieten. Die Festung Akershus beispielsweise ist in der Hautstadt Oslo, idyllisch auf der Halbinsel Akersnes gelegen und stellt ein beeindruckendes Schloss dar, welches man gesehen haben sollte.
Als Schöpfer der Festung Akershus ist in gewisser Weise König Håkon V. (s. hier) zu sehen. Er war es nämlich, der den Bau veranlasst hatte, welcher im 13. Jahrhundert durchgeführt wurde. Heute beherbergt das beeindruckende Gebäude ein Museum, welches das Norwegische Widerstands-Engagement im Zuge des Zweiten Weltkrieges dokumentiert. Da auf dem Areal des Schlosses während des Zweiten Weltkrieges norwegische Soldaten ums Leben kamen, wurde ihnen hier mittels Ausstellung und Monument, ein Denkmal gesetzt. Zudem nutzt die Regierung Norwegens die imposanten Räumlichkeiten im Inneren des Bauwerks, um Staatsgäste in einem repräsentativen Ambiente empfangen zu können.
Das heutige Erscheinungsbild des Gebäudes wurde drastisch von Christian IV., einem späteren König von Dänemark und Norwegen geprägt, welcher veranlasste, dass die aus dem Mittelalter stammende Burg, in ein Renaissanceschloss umgebaut wurde. Unter der Leitung jenes Staatsoberhauptes wurde zudem die Befestigungsanlage ausgebaut. Dass das Schloss später, 1726-1734, als Gefängnis fungieren würde, hätte der Bauherr wahrscheinlich nicht vermutet. Das Gebäude jedoch bot ideale Voraussetzungen um Wilhelm Adolf zu Rantzau, welcher beschuldigt wurde, seinen Bruder, den Reichsgrafen Christian Detlef zu Rantzau ermordet zu haben, in Gewahrsam zu nehmen.
Ein Highlight des Schlosses stellt die Krypta dar, welche die sterblichen Überreste norwegischer Könige bewahren soll. Diesen Zweck erfüllt sie allerdings noch nicht sehr lange, was erklärt, dass in ihrem Inneren bisher lediglich zwei Königspaare bestattet wurden. [...mehr]
Wer die tschechische Hauptstadt besucht hat weiß, dass sie architektonisch kaum zu übertreffen ist. Der historische Kern der Stadt ist äußerst gut erhalten und stellt eindeutig den Grund dafür dar, dass der Tourismus in Prag boomt. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt neben der Karlsbrücke, die Prager Burg, welche erhöht auf dem Prager Berg Hradschin liegt.
Die Prager Burg stellt das größte geschlossene Burgareal der Welt dar. Ihr Baustil lässt sich nicht leicht definieren, da etliche Architekten an ihrem Bau und diversen Umbau-Aktionen beteiligt waren. Diesen ist es zu verdanken, dass die Burg keiner einzelnen Stilepoche zuzuordnen ist, sondern unterschiedlichste Formen der Baukunst miteinander verbindet.
Seit die Prager Burg im 9. Jahrhundert gegründet wurde, fungierte sie überwiegend als Sitz des Staatsoberhauptes. Heute lebt der Präsident der tschechischen Republik in ihren Mauern. Es wird vermutet, dass die Burg Levy Hradec (s. hier), welche im Gebiet der heutigen Stadt Roztoky zu finden war, vor dem Bau der Prager Burg ähnliche Zwecke erfüllte und hinsichtlich der Funktion somit als Vorgänger des Gebäudes anzusehen ist.
Die Geschichte der Prager Burg ist lang und kann im Folgenden nur auszugsweise dargestellt werden. Aus Aufzeichnungen geht hervor, dass das berühmte Bauwerk seine erste, fünf bis sechs Meter breite Burgmauer, bestehend aus Holz, Erde, Lehm und Steinen, in der Zeit um 900 bekam. Besucher der Burg kennen die, sich im Ostteil befindende St. Georgsbasilika, welche im Jahr 920 vom Fürsten Vratislav I gestiftet wurde. Etwa zur gleichen Zeit entstand ein weiterer wichtiger Sakralbau innerhalb der Burg: die St.-Veits-Rotunde. Vor 1055 fanden zudem einige Umbau-Bemühungen statt: vor allem die Mauer wurde mittels der Verwendung von mehr Steinen, stabiler gestaltet. Anno 1070 hielt der erste böhmische König in die Burg Einzug, teilte sich das Areal allerdings mit den Bischöfen von Prag. Im Jahre 1135 fand ein besonders folgenschwerer Umbau statt: Das Gebäude wurde zu einer Steinburg, umgeben von einer Steinmauer. Anno 1303 fiel die Burg jedoch einem Brand zum Opfer und machte den Wiederaufbau durch Karl IV. im Jahre 1333 unerlässlich. Es folgte allerdings ein gemindertes Interesse an der Burg, welche erst nach dem Prager Aufstand im Jahre 1483 abflaute und die Burg erneut zum Sitz des Hofes machte. Im Zuge des 30-jährigen Krieges wurde die Prager Burg zu einem Machtzentrum der Habsburger. Im 18. Jahrhundert erfolgte dann ein Umbau zugunsten Maria Theresias, bevor im Jahre 1919 erneut an dem Gebäude gebaut wurde, um es für den Präsidenten herzurichten.
Den schlichten Namen „Zitadelle“ trägt das eindrucksvolle Gebäude auf dem Gellértberg in Ungarns Hauptstadt Budapest. Welch Bedeutung das Bauwerk allerdings hat, lässt sich bereits auf den ersten Blick erahnen. Es ist ganze 220 Meter lang und in der Breite misst es 60 Meter. Forscht man ein wenig nach, erfährt man zudem, dass es Teil des UNESCO-Weltkulturerbes ist.
Auch Budapest war nicht immer eine friedliche Stadt. Hiervon zeugt die Zitadelle. Sie entstand 1850 bis 1854 aus dem Glauben heraus, man müsse die Hauptstadt besser im Blick behalten, um sie militärisch überwachen zu können. In der Märzrevolution (s. hier) nämlich, im Zuge derer der Reichstag von Ungarn erklärte, er wolle zukünftig autonom handeln, entfachte sich ein Kampf zwischen ungarischen Freiheitskämpfern und der österreichische Armee. Letztere bewältigte es mit Hilfe kroatischer und russischer Truppen, Ungarn abermals zu unterwerfen, wollte allerdings zukünftig keine Risiken mehr eingehen und veranlasste den Bau der Festungsanlage. Die Zitadelle erinnert somit an ein unterdrücktes Ungarn.
Das Bauwerk wird heutzutage allerdings keinesfalls gemieden. In den 1960er Jahren wurde man sich darüber klar, welches Potential in dem Gebäude schlummert und man baute es zu einem Touristenzentrum um, um dieses nutzen zu können. Seitdem ruft die Zitadelle nicht nur einen bedeutenden Teil der Historie in Erinnerung – auch durch die Freiheitsstatue, welche ihren Standort im südlichen Teil der Zitadelle hat und an jene Soldaten erinnern soll, welche es vermochten, Ungarn im Zeiten Weltkrieg zu erretten. Die Zitadelle beherbergt nun auch Restaurant und Café, welche zum Verweilen einladen, denn der Ausblick hier ist nicht nur atemberaubend sondern zudem auch einzigartig.
Portugal sollte nicht nur wegen seiner atemberaubenden Strände besucht werden. Die Algarve ist zwar landschaftlich sehr schön, doch auch architektonisch hat das Land viel zu bieten. Dass Portugal sogar Standort einer Art Märchenschloss ist, weiß derjenige, welcher bereits die Stadt Sintra aufgesucht hat.
Erhöht, auf den Serra de Sintra gelegen, nicht sehr weit von der Hauptstadt Lissabon entfernt, thront der Palácio Nacional de Pena. Das Schloss bietet einen außergewöhnlichen Anblick. Es verfügt über einen ausgefallenen Grundriss und auch die Fassade ist alles andere als langweilig gestaltet. Sie ist geprägt von mehren Farben und Mustern und beinhaltet Fenster unterschiedlichster Ausprägung. Ein wenig sieht es aus, als habe man Aspekte verschiedenster Gebäude willkürlich miteinander verbunden um ein neuartiges, phantasievolles Werk zu schaffen. An ein Märchenschloss erinnern vor allem die verspielten Details, die sich an den Mauern entdecken lassen. So schmiegen sich etwa mehrere Schlagen an das Bauwerk, Krokodilstatuen spähen aus Öffnungen heraus und unheimlich anmutende Phantasiegestalten, halb Mensch, halb Tier, klammern sich grimmigen Blickes an Vorsprünge.
Das Schloss stammt aus dem Jahre 1840 und wurde an einem Standort errichtet, an dem sich einst ein Kloster befunden hatte. Der Bau erfolgte auf Befehl Ferdinand II., welcher König von Portugal war und ist die Schöpfung eines Deutschen, denn Wilhelm Ludwig von Eschwege fungierte als Architekt.
Da das Schloss im Sinne des Elektizismus, Stile unterschiedlichster Epochen, wie etwa Rokoko, Barock, Neorenaissance und Neugotik miteinander verbindet, sind nicht alle Architekten gut auf es zu sprechen. Dass die UNESCO (s. hier) das Gebäude allerdings im Jahre 1995 in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit aufnahm, spricht für einen gänzlich anderen Stellenwert. [...mehr]
Das Betrachten einer Tempelanlage ist für die meisten Europäer etwas ganz Besonderes. Schließlich kann es äußerst faszinierend sein, ein Bauwerk einer fremdartigen Kultur zu besichtigen und besonders Tempeln sind viele versteckte Details zu eigen, die es zu entdecken gilt. Der Himmelstempel in Chinas Hauptstadt Peking, ist ein gutes Beispiel für die atemberaubende Architektur des asiatischen Raumes.
Der Himmelstempel besteht aus mehreren Anlagen, welche idyllisch in einem Park gelegen sind. Sie werden allerdings von zwei Mauern abgetrennt. Eine dieser Abgrenzungen, im Norden gelegen, ist rund angeordnet, während die andere, welche sich im Süden der Anlage befindet, von eckiger Gestalt ist. Die Anlage ist zudem in einen inneren und einen äußeren Aspekt unterteilt, wobei die bedeutsamsten Tempelgebäude sich im inneren Teil befinden. Besagter innerer Teil ist zusätzlich in einen südlichen und nördlichen Bereich aufgeteilt worden.
Die Halle der Ernteopfer gilt als wichtigstes Gebäude des Tempels und ist gleichzeitig eines der Wahrzeichen der chinesischen Hauptstadt (s. hier). Sie wurde in Ming- und Qing-Dynastie einmal jährlich vom jeweiligen Kaiser höchst persönlich aufgesucht, welcher hier für eine erfolgreiche Ernte betete. Das Gebäude wurde rund gestaltet, was ihm seinen ganz besonderen Charme einbringt. Doch auch die Dachkonstruktion ist außergewöhnlich. Es handelt sich um eine dreistufige Konstruktion, welche zudem mit zahlreichen Verzierungen versehen wurde. Umgeben ist das Gebäude von einer ebenfalls dreistufigen Terrasse, die aus Marmor gefertigt wurde. Die Halle, welche heute besucht werden kann, ist eine originalgetreue Rekonstruktion aus dem Jahre 1890. Das ursprüngliche Bauwerk stammte aus dem Jahr 1420, dieses fiel allerdings Anno 1889 einem Brand zum Opfer.
Über die 360 Meter lange Danbi-Brücke gelangt man von besagter Halle zu einem weiteren Gebäude mit rundem Grundriss. Dieses befindet sich im südlichen Teil der Anlage und ist etwas kleiner. Es wird als „Halle des Himmelsgewölbes“ bezeichnet und stellt ebenfalls einen wichtigen Bestandteil der Tempelanlage dar. [...mehr]
Warschau, die Hauptstadt Polens gilt als eines der wichtigsten Handels-, Verkehrs- und Wirtschaftszentren Mittel- und Osteuropas. Sie ist zudem eine bedeutende Universitätsstadt und hat ohne Frage zahlreiche Sehenswürdigkeiten bieten. Zu den wichtigsten Kulturdenkmälern Warschaus zählt beispielsweise das Warschauer Königsschloss.

Das Warschauer Königsschloss ist eine beeindruckende Rekonstruktion. © Flickr / JarosÅ‚aw Pocztarski
Bereits der Name des Schlosses, dessen Fassade heute zu einem Großteil aus roten Backsteinen besteht, gibt erste Anzeichen seiner Geschichte. Die Schlossanlage diente einst, genau genommen bis 1795, als Sitz des polnischen Königs, zudem allerdings beherbergte es auch den Senat, sowie den Sejm (s. hier).
Die Architektur des Schlosses ist nicht leicht zu charakterisieren, da es Elemente verschiedener Epochen in sich vereint. Anzumerken ist allerdings, dass das Schloss im Jahre 1939, im Zuge des zweiten Weltkriegs, durch Luftangriffe zerstört und schließlich im Jahre 1944 sogar auf Himmlers Befehl hin, gesprengt wurde. Das Bauwerk, welches wir heute in Warschau bewundern können, ist somit lediglich eine Nachbildung. Diese allerdings ist äußerst originalgetreu. So gibt es etwa Mauern am Südflügel des Innenhofs, welche an Zeiten der Gotik erinnern. Diese wurden dem Original nachempfunden, welches auf zwei gotische Gebäude, namens Dwór Wielki und Dwór Mniejszy, aus dem 15. Jahrhundert, zurückzuführen ist.
Das Aussehen des Gebäudes wandelte sich vor allem im 16. Jahrhundert. Auf Befehl des damaligen Königs Sigismund III., wurde zwischen 1598 und 1619 das eigentliche Schloss errichtet, da Warschau im Jahre 1596 zur neuen Hauptstadt Polens ernannt worden war. Auf diese Weise kam das Gebäude durch die Architekten Matteo Castelli und Giacomo Rodondo auch zu barocken Elementen. König August III. wiederum veranlasste im 18. Jahrhundert den Bau eines Flügels im Stil des Rokoko. Die Innenräume sind hingegen vor allem klassizistischer Art, was unter anderem auf den polnisch-italienischen Architekten Domenico Merlini und Jan Chrystian Kamsetzer, einen polnischen Innendekorateur, zurückzuführen ist. Besagte Innenausstattung konnte glücklicherweise teilweise erhalten bleiben und ist heute wieder im Schloss zu finden.
Nachdem das Schloss im Jahre 1988 mit Hilfe von zahlreichen Spenden rekonstruiert werden konnte, dient es heute als Museum. [...mehr]
Osaka ist die drittgrößte Stadt und gleichzeitig das Handelszentrum Japans. Bereits diese Tatsachen deuten an, dass Osaka eine sehr moderne Metropole ist. Ähnlich wie in der Hauptstadt Tokio, ist das Stadtbild von hohen Bauten aus Beton und Stahl geprägt. Doch findet man auch in Osaka imposante Bauwerke, die an vergangene Zeiten erinnern, etwa Osaka-Jo, die Burg von Osaka.
Osaka-Jo (s. hier) wird zu den bedeutendsten Burgen Japans gezählt. Sie wurde auf Befehl Toyotomi Hideyoshis errichtet, der auch schon den Hauptturm Himeji-Jos in Auftrag gegeben hatte. Fertiggestellt wurde die Burg, welche damals aus Holz und Stein bestand, im Jahre 1583. Es bleibt allerdings anzumerken, dass die Osaka-Jo, wie wir sie heute besichtigen können, noch nicht annähernd so alt ist. Die Burg wurde mehrmals fast gänzlich zerstört und lediglich rekonstruiert. Sie besteht heute zu einem Großteil aus Beton.
Im Jahre 1615 fiel Osaka-Jo den Truppen Tokugawa Ieyasus, einem „drei großen Einiger“ des feudalen Japans, zum Opfer. Der Wiederaufbau wurde erst fünf Jahre später in Angriff genommen und dauerte ganze zehn Jahre. Bereits 35 Jahre später folgte die Zerstörung des Hauptturms durch einen Blitzeinschlag. Zwei Jahrhunderte danach, widmete man sich der erneuten Rekonstruktion. Doch schon 25 Jahre später wurde die Burg abermals zerstört, diesmal während der Kriege der Meiji-Restauration. Spendenaktionen erlaubten im Jahre 1928 nochmals einen Wiederaufbau. 17 Jahre nach dieser, im Zuge des zweiten Weltkrieg– wie sollte es auch anders sein- wurde das Gebäude wiederholt beschädigt. Die neuesten umfangreichen Bauarbeiten liegen nun zwölf Jahre zurück.
Nach dieser bewegten Geschichte könnte man fast die Vermutung aufstellen, die atemberaubende Burg, deren Grundfläche fast einen Quadratkilometer umfasst, könnte verflucht sein. So viele Zerstörungen- immer ca. 20-30 Jahre nach der Rekonstruktion- das ist wirklich eine traurige Besonderheit. Wir sollten wohl die Daumen drücken, dass die reich verzierte Osaka-Jo künftig in den Genuss kommt, ein friedlicheres Dasein zu fristen. ![]()
[...mehr]
Das Wahrzeichen des Vielvölkerstaats Burma bzw. Myanmar, ist ein goldener, sich nach oben hin verjüngender Sakralbau namens Shwedagon. Die Shwedagon-Pagode ist auf dem Hügel Pegu-Joma, nahe der ehemaligen Hauptstadt Rangun zu finden. Bis heute gilt das fremd anmutende Bauwerk als religiöses Zentrum und ist eine der berühmtesten Pagoden der Welt.
Beeindruckend- Die Sonne spiegelt sich noch heute in der reich verzierten Pagode, welche auf den ersten Blick auch eine überdimensionale Kopfbedeckung oder eine Aufsehen erregende Glocke sein könnte- und das obwohl das Bauwerk der Legende nach ganze 2500 Jahre alt ist. Wann genau Shwedagon wirklich erbaut wurde, ist allerdings bis heute unklar. Ebenso unsicher ist es, ob tatsächlich acht Haare des Buddhas Gautama in den Bau integriert wurden, wie es der Sage nach der Fall sein soll.
Es heißt, dass die Shwedagon-Pagode durch verschiedenste Könige und Königinnen im Zeitraum zwischen dem 14. und dem 18. Jahrhundert, ständig erweitert und erneuert wurde, da das Bauwerk mehreren Erdbeben zum Opfer fiel. Heute misst es eine Höhe von 98 Metern, während es der Überlieferung nach, zu Anfang nur zehn Meter hoch war. Auch die reichen Verzierungen, die aus unzähligen Edelsteinen, zahllosen Goldplatten, Glocken und Buddhastatuen bestehen, entstanden erst mit der Zeit.
Die Pagode besteht aus vielen Aspekten, etwa aus Schreinen, Klöstern, Tempeln, dem zentralen, glockenformige Chedi, unterschiedlich geformten Terrassen und einem siebenstöckigen Schirm namens Hti. Sie birgt mehrere Stupas (s. hier), wobei die größte das Zentrum bildet und von vielen kleineren umgeben ist. Alle Elemente, welche die Pagode ausmachen, besitzen einen festen Platz und eine bestimmte Funktion. Sie stehen beispielsweise für bestimmte Eigenschaften, markieren die vier Himmelsrichtungen, symbolisieren Wochentage, Tiere, Planeten, Sternzeichen, oder gar den Eintritt ins Nirvana. Andere Elemente ermöglichen lediglich den Übergang von einer quadratischen, hin zu einer runden Form. [...mehr]
Die unterschiedlichsten Glaubensrichtungen errichten zu Ehren ihrer Heiligen imposante Gotteshäuser, so auch die Religion bzw. die Lehrtradition des Buddhismus. Borobudur zählt zu den beeindruckendsten buddhistischen Tempelanlagen. Dies verdankt das Bauwerk nicht nur seiner beachtlichen Größe und Schönheit. Der Tempel auf der Insel Java in Indunesien birgt bis heute einige Geheimnisse.
Wann genau der Borobudur-Tempel erbaut wurde, weiß heutzutage keiner mehr. Augrund von Inschriften im Inneren des Tempels wird allerdings vermutet, dass das Bauwerk um 800 entstanden ist. Auch die Tatsache, dass Borobudur lange Zeit vollkommen ungenutzt blieb, da im zehnten und elften Jahrhundert ein politischer Wechsel dafür sorgte, dass religiöse Gebäude an Ansehen verloren, verleiht der Tempelanlage einen mystischen Charakter. Verdeckt durch Gestrüpp, Blätter, Steine, Erde und Asche vulkanischen Ursprungs „schlummerte“ die gigantische Tempelanlage vor sich hin, bis sie von einem Forscher namens Thomas Stamford Raffles wiederentdeckt wurde. Es folgten Restaurierungen und Säuberungen, welche mehr und mehr Teile des Tempels freilegen und dem damals schon fortgeschrittenen Verfall entgegenwirken sollten. Besonders hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die Bauarbeiten, welche kurz nach 1905 gemacht wurden. Der Archäologe Dr. Theodor van Erp sorgte dafür, dass nach einer umfangreichen Begutachtung des Zustandes, zur Wiederherstellung und zum Schutz des Gebäudes, viele Aspekte erneuert und begradigt wurden. Besonders gründliche Restaurierungsmaßnahmen nahmen 1973 ihren Anfang und wurden 1983 beendet. Diesen ist es hauptsächlich zu verdanken, dass Borobudur heute der Öffentlichkeit zugänglich ist.
Die Architektur des Tempels ist einzigartig. Das Gebäude wurde auf einem Hügel, in Form einer Stufenpyramide, errichtet. Der Grundriss ist als quadratisch anzusehen. Er weist eine Länge von 123 Metern auf. Allerdings gibt es vier Plattformen, welche sich mehr und mehr verkleinern. Diese werden von drei Terrassen überragt, welche um eine gemeinsame Mitte angeordnet sind und sich ihrerseits ebenfalls verengen. In der Mitte thront ein buddhistisches Denkmal mit einem Durchmesser von 11 Metern, welches von über 70 kleineren Monumenten umkreist wird. Man sagt das Gebäude stelle das Universum dar, welches buddhistischen Vorstellungen (s. hier) nach, aus den drei Welten Arupyadhatu (Unkörperliche Welt), Rupadhatu (Feinkörperliche Welt) und Kamadhatu (Sinnenwelt) besteht. [...mehr]










